Erstellt am: 23.07.2014, Autor: rk

Gripen steigt in Dänemark nicht ins Rennen

Saab Gripen Demo

Saab und die schwedische Verteidigungs- und Sicherheitsexportbehörde für Rüstungsgüter (FXM) wird den Saab Gripen E/F in Dänemark nicht ins Rennen um ein neues Kampfflugzeug schicken und hat somit keine Offerte eingereicht.

Dänemark sucht seit Jahren einen Ersatz für ihre F-16 Kampfjets aus den 1980er Jahren. Das Land möchte bis zu 48 neue Kampfflugzeuge beschaffen. Im März 2010 hat Dänemarks Regierung die Ausschreibung für einen neuen Kampfjet ins Jahr 2014 verschoben. Am 10. April wurde die Kampfflugzeugausschreibung mit einer Anfrage an vier Hersteller neu lanciert. Angefragt wurden Boeing mit der F/A-18E/F Super Hornet, das Eurofighter Konsortium mit dem Eurofighter Typhoon, Saab mit dem Gripen E und Lockheed Martin mit der  F-35A Lightning II.

Schweden und Saab sind nun ausgestiegen und haben keine Offerte eingereicht, wahrscheinlich wurden die Chancen, diesen Auftrag an Land ziehen zu können, als zu klein eingestuft. Dem Gewinner der drei verbleibenden Anbieter winkt ein Grossauftrag im Wert von rund 30 Milliarden Kronen (5,4 Milliarden US Dollar), soviel will Dänemark in den neuen Kampfflugzeugpark investieren.

Wir können die Entscheidung von Schweden und Saab gut nachvollziehen. In dieser Ausschreibung wird die F-35A Lightning II von Lockheed Martin die besten Karten haben, da Dänemark seit 2002 als Partner im Joint Strike Fighter Programm eingebunden ist und bereits rund 125 Millionen US Dollar in die Entwicklung der F-35 investiert hat. Dänemark wird voraussichtlich 24 bis 30 neue Kampfflugzeuge beschaffen, ursprünglich beabsichtigte man 48 F-35A zu kaufen.

Dänemark hat in den 1980er Jahren 77 F-16 beschafft, heute stehen noch 30 Maschinen im Einsatz. Die F-16 Kampfjets der dänischen Luftwaffe wurden immer wieder modernisiert und können noch mindestens bis ins Jahr 2020 betrieben werden.

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: Boeing meldet starke Zahlen. Airbus mit neuem Auslieferungsrekord. CSeries erfährt weitere Verzögerung. Rafale wird noch leistungsfähiger. Indien lässt Airbus A380 zu.

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