Erstellt am: 23.10.2009, Autor: rk

TTE Kampfflugzeugausschreibung läuft weiter

CR Luftwaffe Schweiz, Northrop F-5E Tiger II

Das Gezerre um die neuen Kampfflugzeuge für die Schweizer Luftwaffe hat vorerst ein Ende.
 
Der Schweizer Verteidigungsminister fordert mehr Geld für die Armee und drohte sogar mit dem Abbruch des Evaluationsverfahrens für ein neues Kampfflugzeug. Das Auswahlverfahren kann nach einem Ratsbeschluss vom Mittwoch, dem 21. Oktober 2009, nun zu Ende geführt werden. Die Schweiz will für einen Betrag von 2,2 Milliarden Schweizer Franken neue Kampfflugzeuge für ihre älteren Tiger II von Northrop kaufen. Zur Auswahl stehen drei Muster aus Europa. Der Eurofighter Typhoon von EADS, der Rafale von Dassault und der Saab Gripen aus Schweden. Bei allen Maschinen handelt es sich um Kampfflugzeuge der vierten Generation, die während den nächsten 40 bis 50 Jahren die Lufträume über Europa wirksam überwachen und im Notfall schützen werden. Eine Kampfflugzeugbeschaffung ist eine Investition für die Zukunft, die Lebensdauer dieser Maschinen musste über die letzten Jahrzehnte aus Kostengründen stark erhöht werden, die heutigen Muster werden in den meisten Luftwaffen wohl für die nächsten 50 Jahre im Betrieb sein. Die Flugzeuge sind so Aufgebaut, dass sie über ein grosses Entwicklungspotential verfügen und gut aufrüstbar sind. Momentan sieht es nicht so aus, dass in den nächsten zehn Jahren grosse Änderungen auf diesem engen Markt zu erwarten sind. Nur in den USA wird ernsthaft an einer Alternative für diese drei modernen Kampjets aus Europa gearbeitet. Die Entwicklung und der Bau des F-35 Lightning II wird auch durch viele europäische Staaten aktiv begleitet und unterstützt und wäre auch für die Schweiz die einzige Alternative zu Gripen, Rafale oder Typhoon. Dieses Kampfflugzeug von Lockheed Martin wäre ab 2015 am Markt verfügbar, ist aber mit vielen Unsicherheiten behaftet. Die Schweizer Regierung wird im Frühjahr 2010 entscheiden, ob und wie viele neue Kampfflugzeuge beschafft werden sollen.
 
 

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