Erstellt am: 15.02.2013, Autor: rk

Saab unterzeichnet Vereinbarung für Gripen E

Saab Gripen Demo

Saab hat heute mit der Schwedischen Behörde für Verteidigungsmaterial (FMV) einen Vertrag für den Gripen E unterzeichnet.

Die Vereinbarung umfasst die Entwicklung und Modifikation des Kampfjets der nächsten Generation für Schweden zwischen 2013 und 2026 sowie einen möglichen Produktionsauftrag der Schweiz. Als ersten konkreten Schritt hat die FMV einen Erstauftrag für die Entwicklung des Kampfjets von 2,5 Mrd. Schwedenkronen (SEK) für 2013-2014 erteilt. Weitere Aufträge werden 2013-2014 erwartet. Der Gesamtbetrag aller möglichen Aufträge beläuft sich auf SEK 47,2 Milliarden (6,9 Mrd. CHF zu aktuellen Wechselkursen).
 
Das schwedische Parlament beschloss im letzten Dezember mit großer Mehrheit, dass Schweden den Gripen E beschaffen wird. Die unterzeichnete Vereinbarung hat zur Folge, dass die erste Lieferung von Gripen E an Schweden im Jahr 2018 erfolgen wird.
 
Die Vereinbarung mit der FMV umfasst mehrere Teile. Der erste, heute ausgelöste Auftrag im Umfang von SEK 2.5 Mrd. bezieht sich auf die Entwicklung des Gripen E in den Jahren 2013-2014. Bei den restlichen Elementen handelt es sich um folgende Aufträge:
 
- Weitere Entwicklungsarbeiten für den Gripen E für Schweden: SEK 10.6 Mrd. , die voraussichtlich im ersten Quartal 2013 erwartet werden.
 
- Modifikation von 60 Gripen des Typs C zum Typ E für Schweden: Auslösung des Auftrags spätestens im vierten Quartal 2013, erste Auslieferung im Jahr 2018.
 
- Einsatz-spezifische Ausrüstung sowie Support und Wartung des Gripen E für Schweden: Auslösung spätestens im vierten Quartal 2014, erste Auslieferungen im Jahr 2018 erwartet.
 
In der Schweiz ist die Beschaffung von 22 Gripen E zurzeit im Parlament hängig. Für den Fall einer Zustimmung der Schweiz enthält die Vereinbarung Bestimmungen über die Lieferung von 22 neuen Gripen E mit der gewünschten Ausrüstung. Alle Aufträge im Rahmen dieser Vereinbarung, einschließlich des (via FMV ausgelösten) möglichen Auftrags der Schweiz, belaufen sich auf rund SEK 47,2 Mrd. Sie werden verbucht, wenn der jeweilige Auftrag erteilt wird.
 
Die Vereinbarung räumt der FMV – unter bestimmten Voraussetzungen – das Recht ein, Stornierungen vorzunehmen. Wäre dies der Fall, so hätte Saab das Recht auf Entschädigung für die Kosten, die bereits aufgelaufen sind oder durch den Abbruch entstehen. Die Vereinbarung enthält Bestimmungen für den Fall, dass die Schweiz den Gripen E nicht kauft.
 
"Dies ist ein historisches Ereignis für Saab. Wir sind stolz darauf, die schwedische Luftwaffe auch weiterhin mit einem weltweit führenden Kampfjet beliefern zu können. Gripen ist seit langem das Rückgrat der schwedischen Luftwaffe und der Luftwaffen weiterer Staaten. Dieser nächste Schritt wird uns in den kommenden Jahren neue Chancen auf den Exportmärkten eröffnen. Unsere Kunden, die bereits den Gripen C/D betreiben, können ebenfalls in den Genuss zukünftiger Upgrades kommen ", sagt Saab Präsident und CEO Håkan Buskhe.
 
"Wir kommen jetzt in eine Entwicklungs-und Testphase, in der viele unserer Mitarbeitenden engagiert sein werden. Wir gehen davon aus, dass wir neue rekrutieren werden müssen. Die Produktion findet in Schweden statt, wobei wir auf Lieferanten aus zahlreichen Ländern zählen dürfen", sagt Lennart Sindahl, Leiter des Geschäftsbereichs Luftfahrt. Er fügt hinzu: "Mit dieser Vereinbarung können wir das erfolgreiche Gripen-Konzept weiterentwickeln: Mit unserem innovativen und einzigartigen Design ebenso wie mit unserer eigenen Software, die mit Sub-Systemen von verschiedenen Lieferanten auf der ganzen Welt kombiniert wird."
 
Der Gripen E hat Fähigkeiten, welche gegenüber den früheren Versionen substanziell weiter entwickelt wurden. Das Flugzeug baut auf einem intelligenten Design und innovativen technologische Lösungen auf, was zu erheblichen Kosteneinsparungen gegenüber anderen Alternativen führt.
 
Gripen E hat ein stärkeres Triebwerk. Es erlaubt, die Einsatzzeit zu vergrössern und mehr Waffen und Nutzlast zu laden. Der neue elektronische Radar, die verbesserten Präsentationssysteme im Cockpit und die moderne Avionik verstärken die Fähigkeit, erfolgreiche Einsätze durchzuführen. Die technologischen Verbesserungen beim Gripen E wurden beim Gripen 39-7 E/F Demonstrator Programm erfolgreich getestet. Im Rahmen dieses Programms wurden in Schweden, Großbritannien, Indien und der Schweiz seit 2008 über 250 Flugstunden absolviert. Durch das Upgrade von Hardware und Software, wird Gripen E zu einem modernen System, das in Zukunft auf einfache Art weiter entwickelt werden kann.
 
Saab ist weltweit mit führenden Produkten, Dienstleistungen und Lösungen in allen Bereichen von der militärischen Verteidigung bis hin zur zivilen Sicherheit tätig. Saab erfügt über Betriebe und Mitarbeitende auf allen Kontinenten und entwickelt, bearbeitet und verbessert fortlaufend neue Technologien, um den sich ändernden Bedürfnissen seiner Kunden gerecht zu werden.
 
Saab

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: A320 mit Sharklets zugelassen. A400M erreicht wichtigen Meilenstein. Innovative Very Light Jets mit einem Triebwerk. Schweden befürwortet neuen Gripen.

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