Erstellt am: 11.04.2019, Autor: rk

MALE RPAS Flug des MQ-9 Ikhana

MQ-9B Guardian

MQ-9B Guardian (Foto: General Atomics Aeronautical Systems)

Zur Integration von großen unbemannten Luftfahrzeugen (MALE RPAS) in den allgemeinen Luftraum sind in Europa noch einige technische und regulatorische Hürden zu überwinden.

In den USA nehmen MALE RPAS hingegen bereits routinemäßig am zivilen Luftverkehr teil. Möglich wurde dies durch das weltweit erste operationell einsatzfähige System zur Kollisions-vermeidung (Detect-and-Avoid; DAA), welches von General Atomics Aeronautical Systems, Inc. (GA-ASI) in Zusammenarbeit mit NASA, FAA und Industriepartnern entwickelt, über mehrere Jahre erprobt und zur Einsatzreife optimiert wurde. 

Das DAA System umfasst neben kommerziellen Transpondern ein bahnbrechendes, von GA-ASI entwickeltes Luft-Luft-Radar. Signale detektierter Objekte werden in der Bodenstation zu einem Luftlagebild fusioniert. Kollisionen werden durch Ausweichempfehlungen über das sog. Airborne Collision Avoidance System bzw. Anweisungen der Flugsicherung vermieden.  

Den ersten von der FAA genehmigten Flug des MQ-9 Ikhana im kontrollierten Luftraum ohne Begleitflugzeug im Juni 2018 würdigte das Aviation Week Network kürzlich mit dem 62. Annual Laureate Award als Meilenstein der Integration von MALE RPAS in den zivilen Luftraum. 

Das von der U.S. Grenzschutzbehörde betriebene, maritime MALE RPAS MQ-9 Guardian hat Dank des ausgereiften DAA Systems bereits tausende Flugstunden im zivilen Luftraum absolviert. Es entspricht den zivilen Zulassungsstandards für DAA Systeme (TSO-211) sowie für Luft-Luft-Radare (TSO-212). Eine Übernahme dieser Standards durch die europäische Luftfahrtbehörde EASA in sog. ETSO könnte die Integration von MALE RPAS in den europäischen Luftraum erheblich beschleunigen.

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