Erstellt am: 15.12.2022, Autor: rk

F-35A für die deutsche Luftwaffe

Lockheed Martin F-35A

Lockheed Martin F-35A Lightning II (Foto: Lockheed Martin)

Die Luftwaffe darf bis 2030 als Ersatz für die Tornados 35 Flugzeuge des Typs Lockheed Martin F-35 Lightning ll beschaffen, damit kann im Ernstfall die nukleare Teilhabe garantiert werden.

Ab 2026 beginnt die Auslieferung von insgesamt 35 Maschinen, die ersten acht davon werden in den USA zur Ausbildung der Piloten und der Schulung des Bodenpersonals in den USA stationiert. Die Bundeswehr erwirbt von den USA ein Gesamtpaket, das Jets einschließlich der Bewaffnung, Ersatzteilen und Wartungsleistungen für fünf Jahre beinhaltet. Das war zum letzten Mal bei der Einführung der McDonnell F-4 Phantom vor 50 Jahren der Fall.

Die Kampfjets sollen ab 2027 auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel stationiert werden, um im Ernstfall die die nukleare Teilhabe zu ermöglichen.

Die Lockheed Martin F-35 Lightning II ist ein Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug, das aus dem Joint Strike Fighter-Programm (JSF) des USUnited States United States-Verteidigungsministeriums heraus entwickelt wurde. Im Vergleich zu älteren Kampfjets, wie dem abzulösenden Tornado oder auch dem Eurofighter, verfügt die F-35 über Tarnkappeneigenschaften und interne Waffenschächte. In der Kombination Gestalt und Materialwahl kann das Flugzeug daher durch gegnerische Radargeräte kaum oder erst sehr spät erfasst werden. Die F-35 hat weiterhin den Vorteil, dass sie bereits für einen Einsatz von Atomwaffen zertifiziert ist. Anders als der Eurofighter, der dafür erst nachgerüstet werden müsste. Damit stellt die F-35 ein marktverfügbares System dar, um die Modernisierung der Truppen anzutreiben.

Das Kampfflugzeug wird in drei Hauptvarianten gefertigt. Alle drei Typen verfügen über Tarnkappenfähigkeiten, solange keine Waffen an Außenpositionen mitgeführt werden:

F-35A: Ein konventionell startendes und landendes Flugzeug (CTOL)

F-35B: Ein Kurzstartflugzeug mit Senkrechtlandekapazität (STOVL)

F-35C: Die Flugzeugträgervariante des Joint Strike Fighters mit größeren Tragflächen, bei klappbaren Tragflächenenden, verstärktem Fahrwerk sowie Fanghaken

Für die Luftwaffe beschafft die Bundeswehr die Variante A.

„Auf Putins Aggression gibt es nur eine Antwort: Geschlossenheit in der NATO und glaubwürdige Abschreckung. Gerade deshalb ist die Entscheidung für die F-35 ohne Alternative“, sagt der oberste Luftwaffenchef in einer Stellungnahme zur Entscheidung, die F-35 zu beschaffen. Gerhartz weiter: „Die F-35 ist das modernste Kampfflugzeug weltweit, viele unserer europäischen Partner haben sich ebenfalls für dieses Flugzeug entschieden. Es stärkt unsere Fähigkeit, gemeinsam mit ihnen den NATO-Luftraum zu sichern und das Bündnis zu verteidigen… Zusammen mit der Weiterentwicklung des Eurofighters für den Elektronischen Kampf machen wir einen wichtigen Schritt, um die Luftwaffe und damit die deutschen Streitkräfte für die Zukunft aufzustellen.“

Deutsche Luftwaffe

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