Erstellt am: 29.03.2017, Autor: rk

Belgien lanciert Fighter Ausschreibung

Belgium Air Force F-16AM

Belgium Air Force F-16AM (Foto: Belgium Air Force)

Das belgische Verteidigungsministerium hat fünf Kampfflugzeuganbieter um Offerten für ihre neusten Kampfflugzeuge angefragt.

Belgiens Luftstreitkräfte haben zwischen 1982 und 1991 insgesamt 160 F-16 Fighting Falcon beschafft. Momentan stehen noch 49 F-16A Einsitzer und zehn F-16B Doppelsitzer im Einsatz und diese sollen noch bis mindestens 2022 eingesetzt werden. Die F-16 Fighting Falcon Kampfjets aus dem Block 15 wurden über die letzten drei Jahre weiter modernisiert, damit sie für weitere sechs Jahre einsatzbereit bleiben können.

Bereits 2014 hat Belgien die wichtigsten Kampfflugzeughersteller informativ für Ersatzvorschläge angefragt, dabei wurde jedoch die F-35A von Lockheed Martin klar favorisiert. Jetzt nimmt das Land einen neuen Anlauf, dabei wurden bei Boeing die F/A-18E/F, bei Lockheed Martin die F-35A, der Eurofighter Typhoon, der französische Rafale und der Gripen von Saab angefragt. Die Offerten müssen bis im Februar 2018 eingereicht werden.

Belgien sucht 34 neue Kampfjets und hat dafür 3,573 Milliarden Euro reserviert, falls es zu einer Ersatzbeschaffung kommt, sollte die erste Maschine bereits 2023 in Dienst gestellt werden. Bis 2030 sollen dann jährlich vier bis fünf neue Flugzeuge dazu kommen. Die Jets würden dann bis 2058 im Einsatz bleiben und über ihre Lebenszeit hinweg operative Kosten von rund 11 Milliarden Euro verursachen.

Die F-16 der belgischen Luftwaffe wurden nach 1998 mit einem Mid Life Upgrade (MLU) modernisiert. Belgien war lange das einzige NATO Land in Europa, das bei ihren Fighting Falcons nicht aktiv nach einem Ersatz suchte, es könnte durchaus sein, dass die belgischen F-16 noch bis 2030 im Einsatz bleiben. Bei einer Neubeschaffung hat nach unserer Einschätzung die F-35A von Lockheed Martin die besten Karten.

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