Erstellt am: 26.01.2012, Autor: bgro

Skyguide meldet spürbares Verkehrswachstum

SkyGuide

Im Jahr 2011 verzeichnete die Schweizer Flugsicherung skyguide bei den kontrollierten Flügen einen Zuwachs von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Pünktlichkeit war nie so gut wie im 2011.

Das Verkehrsaufkommen lag damit insgesamt bei 1,19 Mio. Flügen gegenüber 1,16 Mio. im Jahr 2010. Während die Anzahl An- und Abflüge deutlich zunahm, war das Wachstum bei den Überflügen nur schwach ausgeprägt. Bei der Pünktlichkeit verbesserte sich skyguide gegenüber dem Vorjahr erneut: Insgesamt wurden 96,9 Prozent des täglichen Flugverkehrs pünktlich abgewickelt, was wiederum einen Rekord darstellt.
 
Anhaltender Verkehrszuwachs im ersten Halbjahr
 
Im Januar 2011 nahm der Flugverkehr gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 6,4 Prozent zu. Dieser deutliche Zuwachs geht vor allem auf das vergleichsweise tiefe Verkehrsniveau im Januar 2010 zurück, verursacht durch schlechte Wetterverhältnisse und Streiks im Ausland. Ab Februar betrug die Zuwachsrate pro Monat rund 2-3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Verkehrsniveau stagnierte anschließend im zweiten Halbjahr aufgrund der Finanzkrise in Europa. Im November 2011 verzeichnete skyguide einen Verkehrsrückgang von 2,1 Prozent gegenüber November des Vorjahres. Im Durchschnitt kontrollierte skyguide im Jahr 2011 3268 Flüge pro Tag. Die Jahreshöchstmarke von 4051 Flügen wurde am 16. September 2011 erreicht.
 
Die Instrumentenflüge im Jahr 2011:
 

 
2011
2010
10 / 11
Instrumentenflüge
        1 192 940
1 156 960
+ 3,1%
   davon Überflüge
712 830
706 165
+ 0,9%

 
 
Starke Zunahme bei den An- und Abflügen
 
Im Jahr 2011 nahm die Anzahl der An- und Abflüge auf den von skyguide kontrollierten Flugplätzen gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent zu und lag damit bei 517 314. Am Flughafen Zürich verzeichnete skyguide mit 268 384 Flugbewegungen einen Zuwachs von 4,5 Prozent, am Flughafen Genf mit 176 009 Flugbewegungen gar ein Plus von 7 Prozent. Das Wachstum in den regionalen Kontrollzentren in Dübendorf und Genf betrug insgesamt 3,2 Prozent. Die Kontrollzentren sind vor allem für die Überwachung von Überflügen zuständig. Wie bereits im Vorjahr waren die An- und Abflüge auf den Schweizer Flugplätzen weniger von der europäischen Finanzkrise betroffen als die Überflüge.
 
Pünktlichkeit auf konstant hohem Niveau
 
2011 wickelte die Schweizer Flugsicherung 96,9 Prozent des täglichen Verkehrs pünktlich ab und übertraf damit das Spitzenergebnis des Vorjahres um fast einen Prozentpunkt (2010: 96 Prozent pünktliche Flüge). Im Überflugbereich konnten die flugsicherungsbedingten Verspätungen gar um 60 Prozent reduziert werden. Diese gute Leistung ist auf verschiedene Maßnahmen zur Kapazitätserhöhung zurückzuführen. Ende 2009 und 2010 strukturierte skyguide den oberen Luftraum über der Schweiz neu. Dank den intensivierten Rekrutierungsanstrengungen der letzten Jahren konnte zudem die Anzahl FlugverkehrsleiterInnen erhöht werden. Im vergangenen Jahr führte skyguide darüber hinaus ein neues Planungsinstrument ein, welches genauere Prognosen des zu erwartenden Verkehrsaufkommens ermöglicht. Damit kann der Personaleinsatz noch besser auf die prognostizierte Verkehrssituation und den entsprechenden Kapazitätsbedarf ausgerichtet werden.
 
Im Flughafenbereich konnten die Verspätungen in Genf halbiert werden. Trotz einer Zunahme der An- und Abflüge um 7 Prozent verbesserte sich damit die Leistungsbilanz markant. Am Flughafen Zürich dagegen führten die schlechten Wetterbedingungen zu einer Zunahme bei den Verspätungen.
 
Pünktlichkeit der Flüge als wichtige Kenngröße
 
Verspätungen im Flugverkehr können eine Vielzahl von Gründen am Boden (Gepäckabfertigung, Sicherheitskontrolle usw.) und in der Luft (Meteo) haben. Rund 12 Prozent aller Flugverspätungen sind auf die Flugsicherung zurückzuführen. Die flugsicherungsbedingten Verspätungen sind eine wichtige Kenngröße zur Leistungsbewertung von Flugsicherungsanbietern. Sie entstehen, wenn die Anzahl geplanter Flüge die zur Verfügung stehende Luftraumkapazität überschreitet. Aus Sicherheitsgründen ist für jeden Luftraumsektor, der von einer Flugverkehrsleiterin oder einem Flugverkehrsleiter überwacht wird, eine maximale Anzahl Flüge pro Stunde definiert. Übersteigt die Nachfrage die verfügbare Kapazität, verschiebt die europäische Verkehrsteuerungszentrale das Zeitfenster einzelner Flüge (Slots), was zu Verspätungen führt.

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