Erstellt am: 22.02.2022, Autor: rk

MC-21-300 schliesst Kältetests ab

MC-21 Kältetests in Jakutsk

MC-21 Kältetests in Jakutsk (Foto: OAC)

Das russische Schmalrumpfflugzeug MC-21-300 hat im sibirischen Jakutsk die Kältetests abgeschlossen und damit einen wichtigen Meilenstein im Flugtestprogramm erreicht.

Der MC-21-300 Prototyp weilte seit dem 23. Januar 2022 für die Erprobung bei extremtiefen Temperaturen in Jakutsk und ist laut dem Hersteller Irkut Corporation kürzlich wieder zum Flugtestzentrum Schukowski in der Nähe von Moskau überflogen worden. Während dieser Testphase wurden die Systeme der MC-21-300 bei Temperaturen unter minus 30 Grad Celsius auf korrektes Funktionieren überprüft. Diese Tests sind ein wichtiger Teil für die abschliessende Musterberechtigung des neuen Verkehrsflugzeuges aus Russland.

Die Kältetests haben gezeigt, dass der MC-21-300 Jet sowohl nach kurzen Umschlagzeiten als auch nach längeren Abstellzeiten sicher wieder in Betrieb genommen werden kann. Bei grossen Minus Temperaturen müssen die Piloten und Bodenbesatzungen in den meisten Fällen genaue Vorgaben befolgen, damit das Flugzeug vor der Inbetriebnahme auf eine akzeptable Temperatur gebracht werden kann, um Schäden an Teilsystemen zu vermeiden. Bei den extremen Kältetests gilt es, die ausgearbeiteten Verfahren zu überprüfen, damit die Flugzeuge auch nach längeren Standzeiten in den kältesten Regionen unserer Erde sicher verwendet werden können. Als Temperatur kritische Komponenten gelten die Hilfsturbine, die Triebwerke und das Treibstoffsystem, im Betrieb müssen die Klimaanlagen zeigen, dass sie bei dieser Kälte auch am Boden optimal funktionieren.

Vor jeder Testphase wurde das MC-21-300 Verkehrsflugzeug durch einen Aufenthalt im Freien für etwa 12 Stunden gründlich abgekühlt. Danach folgten die üblichen Flugvorbereitungen wie Betankung, Einschalten der Systeme, Anlassen des Hilfstriebwerks und der Triebwerke, Aufwärmen des Flugzeugs, um nur einige bei den Tests der MC-21-300 zu erwähnen.

Während der Flüge wurden alle Systeme des Flugzeugs gemeinsam getestet. Eine Reihe von Flügen mit einer Dauer von bis zu 6 Stunden wurden über verschiedenen Gebieten der Region von Jakutsk durchgeführt. Die meisten Landungen erfolgten in der Nacht, als die niedrigsten Temperaturen herrschten. Es wurden anspruchsvolle Leistungsmodi getestet, wie zum Beispiel das Abschalten eines Triebwerkes während des Fluges und das anschließende Wiederanlassen des Antriebs.

CEO der Irkut Corporation Andrei Boginsky sagte zu den Tests: "Wir haben eine wichtige Testphase zur finalen Musterzulassung für die MC-21-300 abgeschlossen. Das Ministerium für Verkehr und Straßenwesen der Republik Sacha (Jakutien) und der Flughafen Jakutsk haben uns bei der Organisation dieser Arbeiten sehr gut unterstützt. In diesem Jahr planen wir, das Flugzeug in verschiedenen Regionen unseres Landes und im Ausland intensiv zu testen, unter anderem unter den Bedingungen hoher Berge, starker Winde und hoher Temperaturen".

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