Erstellt am: 05.01.2012, Autor: rk

Lufthansa rechnet ETS in Treibstoffzuschlag

Lufthansa, Airbus A340-300

Mit Beginn des neuen Jahres 2012 sind alle Fluggesellschaften verpflichtet, für Flüge von und nach Europa, Emissionsrechte in Form von CO2 Zertifikaten nachzuweisen. ETS steht für Emission Trading System und ist eine weltweit einseitig eingeführte Maßnahme der EU Staaten.
 
Im 2012 werden 82 Prozent der notwendigen Zertifikate den Fluggesellschaften kostenfrei zugeteilt, weitere 15 Prozent der Zertifikate müssen von den Airlines ersteigert werden und drei Prozent werden für neue Fluggesellschaften zurückgehalten. Da diesen Zuteilungen historische Durchschnittsemissionen der Jahre 2004 bis 2006 zu Grunde liegen, muss die Lufthansa Group gut 35 Prozent der nötigen Zertifikate kaufen, um so auch das Wachstum der letzten Jahre abzubilden. Auf Basis der durchschnittlichen Zertifikatspreisentwicklung rechnet Lufthansa mit Zusatzbelastungen von voraussichtlich 130 Millionen Euro für das Jahr 2012. Angesichts des intensiven Wettbewerbs, insbesondere auch mit Unternehmen aus Nicht-EU-Staaten, deren Produktion nur zum geringen Teil dem Emissionshandel unterworfen ist, muss Lufthansa, wie von der EU vorgeschlagen, eine Weiterbelastung über die Ticketpreise vorsehen. Die Kosten für den Erwerb der Zertifikate rechnet Lufthansa daher mit Beginn des Jahres 2012 in den bestehenden Kerosinzuschlag ein, wobei aktuell zunächst keine Erhöhung dieses Zuschlags geplant ist. Lufthansa hat den Kerosinzuschlag für Europa- und Langstreckenflüge zuletzt am 15. Dezember 2011 zwischen drei und zehn Euro erhöht. Die Gestaltung des Zuschlags wird sich künftig sowohl nach der Höhe des Ölpreises als auch nach den Preisen für den Erwerb der Emissionsrechte richten.

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: Airbus A380 Produktions Ramp-Up gelungen. Japan wählt F-35A, Dreamliner ZA001 geht in Pension. F-22 Produktion geht dem Ende entgegen.

 

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