Erstellt am: 02.05.2013, Autor: rk

Lufthansa kann sich mit Bodenpersonal einigen

Lufthansa Airbus A340

In der vierten Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für die rund 33.000 in Deutschland bei Lufthansa Beschäftigten Mitarbeiter des Bodenpersonals haben sich der Arbeitgeberverband Luftverkehr (AGVL) und ver.di am 1. Mai auf einen Abschluss geeinigt.

Dieser differenziert erstmals nach der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit der einzelnen Geschäftsfelder. Der Vergütungstarifvertrag hat eine Laufzeit von 26 Monaten vom 1. Februar 2013 bis zum 31. März 2015.
 
Gemäß dem Tarifvertrag steigt die Vergütung für die Mitarbeiter der Deutschen Lufthansa AG um insgesamt 3,0 Prozent, und zwar in zwei Stufen zum 1. August 2013 (1,5 Prozent) und 1. August 2014 (1,5 Prozent). Dieser Wert reflektiert die derzeit schwierige Lage der Lufthansa Passage.
 
Für die Mitarbeiter der Lufthansa Technik und der Lufthansa Cargo erhöhen sich die Entgelte in zwei Stufen um insgesamt 4,7 Prozent, und zwar zum 1. August 2013 um 2,4 Prozent sowie zum 1. August 2014 um weitere 2,3 Prozent.
 
Für die Lufthansa Systems werden die gleichen Erhöhungen wie bei Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo zum 1. November 2013 und 1. November 2014 wirksam.
 
Für die Auszubildenden aller Geschäftsfelder steigen die Gehälter ebenfalls in zwei Stufen um insgesamt um 5,2 Prozent, und zwar zum 1. August 2013 um 2,7 Prozent und zum 1. August 2014 um 2,5 Prozent.
 
Für die Beschäftigten der LSG SkyChefs wurde bereits im Februar dieses Jahres ein geschäftsfeldspezifischer Abschluss erreicht.
 
Darüber hinaus haben sich die Tarifpartner auch auf Eckpunkte für neue und wettbewerbsfähige Tarifschienen für die dezentralen Stationen sowie die Global Business Services verständigt, in denen Lufthansa bestimmte administrative Funktionen zusammenfassen will. Bis zum 31. Oktober 2013 sollen entsprechende Tarifverträge erarbeitet werden.
 
Lufthansa sagt zu, zur Beschäftigungssicherung bis zum 31. März 2015 auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen zu verzichten. Für Mitarbeiter, die in neue Tarifstrukturen wechseln, gilt diese Zusage sogar bis zum Jahr 2020. 
 
Dafür hat ver.di für die Zeit von Februar bis Juli 2013 sechs ‚Nullmonate‘ als Beitrag zum Zukunftsprogramm SCORE zugestimmt.
 
„Dieser Tarifschluss setzt ein wichtiges Zeichen im Hinblick auf differenzierte Abschlüsse innerhalb der Lufthansa Group und leistet damit auch einen Beitrag zu unserem Zukunftssicherungsprogramm SCORE“, sagt AGVL-Verhandlungsführer und Lufthansa-Arbeitsdirektor Stefan Lauer. „Wir haben uns in schwierigen, aber konstruktiven Verhandlungen auf einen fairen Ausgleich unserer Interessen verständigt und uns damit zugleich weitere Zukunftsperspektiven eröffnet. Jetzt ist es wichtig, dass wir unseren Passagieren von nun an wieder einen störungsfreien und verlässlichen Flugbetrieb anbieten.“
 
Die Tarifparteien müssen bis zum 31. Mai 2013 ihre Zustimmung zu dem Abschluss erklären.
 
Lufthansa Konzern

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