Erstellt am: 27.10.2011, Autor: rk

Hamburg Airport stellt Umwelterklärung vor

Hamburg Airport

Hamburg Airport macht sich stark für den Umweltschutz und die Interessen seiner Nachbarn – und das sehr erfolgreich. Bereits zum fünften Mal in Folge sind die Umweltaktivitäten des Flughafens nach internationalen Richtlinien zertifiziert und validiert worden.

Heute hat der unabhängige Umweltgutachter Bernd Eisfeld die Zertifizierungsurkunde an Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, und Udo Bradersen, Umweltmanagementbeauftragter am Hamburg Airport, übergeben. Michael Eggenschwiler: „Als stadtnaher Flughafen nehmen wir die Verantwortung für den Schallschutz unserer Nachbarn und die Umwelt sehr ernst. Die erneute Zertifizierung der Umweltaktivitäten des Flughafens ist eine schöne Bestätigung für die geleistete Arbeit und Motivation für kommende Projekte.“ Gleichzeitig stellte der Flughafen seine neue Umwelterklärung vor, in der die Umweltaktivitäten und Umweltziele des Flughafens in den kommenden drei Jahren festgeschrieben sind. 
 
Hamburg Airport: Nach EMAS und ISO 14.001 zertifiziert
 
Alle drei Jahre überprüfen unabhängige Gutachter die Maßnahmen im Umweltschutz. Wenn diese den internationalen Richtlinien entsprechen und gleichzeitig über die gesetzlich geforderten Maßnahmen hinausgehen, darf das EMAS-Label geführt werden. Hamburg Airport hat im Umweltschutz die strengen Normen der Europäischen Union – zusammengefasst unter dem Namen EMAS (Eco Management and Audit Scheme) – erfüllt. Auch die Anforderungen der internationalen Norm ISO 14.001 wurden erreicht. Zu den Anforderungen von EMAS an Unternehmen gehört die Vereinbarung überprüfbarer, zu einer festgelegten Zeit zu erreichender Umweltziele sowie die Bereitstellung der dafür notwendigen Mittel. EMAS verlangt außerdem die Veröffentlichung einer Umwelterklärung („Environmental Statement“), die über Umweltauswirkungen des Standortes und Umweltschutzmaßnahmen berichtet.
 
Das Umweltprogramm 2011-2014
 
In seiner fünften Umwelterklärung hat der Flughafen seine Umweltziele bis zum Jahr 2014 festgelegt. So sollen zum Beispiel im Rahmen der Zertifizierung von Hamburg Airport nach Airport Carbon Accreditation (ACA), Level 2, die CO2-Emssionen, die durch den Gebäudebetrieb entstehen, bis Ende 2020 um 15 Prozent reduziert werden. Beim ACA handelt es sich um ein mehrstufiges, internationales Klimaschutz-Zertifizierungssystem des Flughafenverbandes ACI Europe.
 
Erhöhung des Anteils an „grünem Strom“ und Bio-Erdgas
 
Seit Anfang des Jahres 2010 bezieht der Flughafen Hamburg 10 Prozent des eingekauften Stroms als Ökostrom. Das entspricht 3 Millionen Kilowattstunden. Dieser Strom ist nach RECS (engl. Renewable Energy Certificate System) zertifiziert und stammt aus Wasserkraft-, Windkraft-, oder Solaranlagen. In den kommenden Jahren soll der Anteil des „grünen Stroms“ auf 15 Prozent erhöht werden. Auch die Flotte an umweltfreundlichen Fahrzeugen wird vergrößert: Heute fahren alle 42 Gepäckschlepper sowie 8 Passagierbusse am Hamburg Airport fast ausschließlich mit 100-prozentigem Bio-Erdgas und werden an der flughafeneigenen Tankstelle betankt. In den kommenden Jahren sollen vier weitere Erdgas-Busse hinzukommen, die alte Diesel-Fahrzeuge ersetzen. Entsprechend der wachsenden Erdgas-Fahrzeugflotte wird der Anteil des Biogases aus klimaneutralen Quellen von 4 MWH auf 7 MWh jährlich erhöht werden.
 
 
 
Weitere konkrete Maßnahmen des Umweltschutzes am Arbeitsplatz: In den Büros werden Recyclingcontainer für Papier aufgestellt und gebrauchte CD-ROMS werden getrennt gesammelt und für die Wiederverwertung aufbereitet. 
 
Neues Schallschutzprogramm in Arbeit
 

Die freiwilligen Schallschutzprogramme, in die der Flughafen bereits 38 Millionen investiert hat, werden zurzeit abschließend bearbeitet. Im Zusammenhang mit der Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes aus 2007 wird momentan ein gesetzliches Schallschutzprogramm für die Nachbarschaft mit den Fachbehörden vorbereitet. Das Programm startet, sobald die neuen Lärmschutzzonen offiziell rechtskräftig sind, was voraussichtlich Ende 2011/ Anfang 2012 der Fall sein wird.

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