Erstellt am: 23.01.2012, Autor: rk

EASA ordnet Airbus A380 Inspektionen an

Airbus, Airbus A380

Europas Luftfahrtbehörde ordnet mit einer Airworthiness Directive Flügelinspektionen bei einigen Airbus A380 an.
 
Während den Reparaturarbeiten an dem havarierten Qantas A380 Flügel wurden Risse um einige Flügelrippenverbinder entdeckt, die nicht im Zusammenhang mit dem Triebwerkausfall standen, der den Qantas Superjumbo anfangs November 2010 schwer beschädigt hatte.
Airbus hat nach dem Auftauchen dieser Risse Testflüge absolviert und die schwächelnden Bauteile auf allfällige Überbelastungen untersucht, die Messflüge haben gezeigt, dass sich die Belastung der Bauteile innerhalb der berechneten Limiten befänden. Airbus hat daraufhin bekannt gegeben, dass die Risse keine Einschränkungen im Flugbetrieb nach sich ziehen würden und die entsprechenden Verbindungselemente oder Beschädigungen während den regulären C-Checks ausgewechselt oder repariert werden können.
 
Nach Angaben eines Ingenieurs in der Flügelendfertigung im Werk Broughton seien die Überforderungen bei den beschädigten Bauteilen beim Arbeitsprozess erfolgt, bei späteren A380 Flügeln sei der Arbeitsablauf bereits verbessert worden, damit keine Überbelastungen auf die Flügelrippenverbinder und deren benachbarten Elemente mehr aufträten.
 
Am 20. Januar 2012 hat die europäische Luftfahrtbehörde EASA nun ein Bulletin herausgegeben, das bei zwanzig A380 Inspektionen bei den fraglichen Bauteilen erfordert. Bei den zu überprüfenden Superjumbos handelt es sich um Maschinen der ersten Baureihe, betroffen sind Flugzeuge von Singapore Airlines, Emirates, Air France und zwei Testmaschinen von Airbus. Falls die Flugzeuge mehr als 1800 Flüge hinter sich haben, muss die Überprüfung innerhalb von vier Tagen erfolgen und falls die betroffenen Maschinen zwischen 1300 und 1799 Flüge absolviert haben, muss die Inspektion innerhalb der nächsten sechs Wochen abgeschlossen werden.
Eine Überprüfung eines Superjumbos nimmt etwa 20 Stunden in Anspruch, falls Risse gefunden werden, müssten diese an Airbus gemeldet werden. Airbus muss dann über die weiteren Massnahmen verfügen. Die Direktive tritt am 24. Januar 2012 in Kraft.
 

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: Airbus A380 Produktions Ramp-Up gelungen. Japan wählt F-35A, Dreamliner ZA001 geht in Pension. F-22 Produktion geht dem Ende entgegen.

 

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