Erstellt am: 26.04.2022, Autor: ps

Cathay setzt auf Nachhaltigkeit

Airbus A321neo Cathay Pacific

Airbus A321neo Cathay Pacific (Foto: Cathay Pacific)

Cathay Pacific startet sein Pilotprogramm für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) als erstes grösseres Corporate-Projekt seiner Art in Asien.

Dieses bietet Firmenkunden die Möglichkeit, ihren CO2-Fussabdruck durch Geschäftsreisen oder Luftfracht zu reduzieren, indem sie zur Verwendung von SAF beitragen. Dieser wird zum ersten Mal vom Hong Kong International Airport (HKIA) aus auf Cathay-Pacific-Flügen verwendet.

Acht Unternehmen sind als Erstkunden dabei, darunter die Versicherungsgruppe AIA, die Airport Authority Hong Kong (AAHK), DHL Global Forwarding, HSBC, Kintetsu World Express (KWE), PwC China, Standard Chartered und Swire Pacific. Als führende Unternehmen im Bereich des Klimaschutzes haben sich die Erstkunden dazu verpflichtet, die Auswirkungen ihrer Geschäftsreisen und Luftfrachtaktivitäten auf das Klima zu verringern. Durch den Einsatz von SAF tragen sie dazu bei, die breitere Einführung erneuerbarer Energien in der Luftverkehrsbranche zu fördern.

Cathay-CEO Augustus Tang sagt: «Wir leisten weiterhin Pionierarbeit bei der Umstellung unserer Branche auf eine stärkere Nutzung von SAF, insbesondere in Asien.» Letztes Jahr gehörte Cathay Pacific zu den ersten Fluggesellschaften weltweit, die das Ziel verkündeten, bis 2030 einen Anteil von 10% SAF am gesamten Treibstoffverbrauch zu erreichen. «Seitdem haben wir erhebliche Fortschritte gemacht und freuen uns, dass die Umstellung auf SAF am HKIA mit der tatkräftigen Unterstützung der lokalen Behörden und Kraftstofflieferanten nun Realität ist», so Tang.

Weitere Unternehmen wollen dabei sein

Zusätzlich zu den ersten Firmenkunden haben weitere Unternehmen Interesse bekundet, ihre indirekten Emissionen aus Flugaktivitäten zu reduzieren. «Darüber freuen wir uns sehr. Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die wir nur gemeinsam angehen können», betont Tang.

Cathay sieht den Start des SAF-Unternehmensprogramms als wichtigen Schritt, um gleichgesinnte Organisationen einzubinden und ein entscheidendes Nachfragesignal an die SAF-Lieferkette zu senden. «Es gibt ein starkes Interesse – nicht nur von Fluggesellschaften, sondern auch von seiten der gesamten Wertschöpfungskette im Luftverkehr bis hin zu den Endverbrauchern sowohl im Passagier- als auch im Frachtverkehr», erläutert CEO Tang.

Reduktion der CO2-Emissionen um bis zu 100%

SAF gilt als die wichtigste Möglichkeit, den Flugbetrieb in den nächsten Jahrzehnten zu dekarbonisieren, bevor alternativ angetriebene Flugzeuge in grossem Umfang im kommerziellen Betrieb eingesetzt werden können. Im Vergleich zu herkömmlichem Flugkraftstoff kann SAF die CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus um bis zu 100% reduzieren, je nach verwendeter SAF-Technologie.

SAF aus gebrauchtem Speiseöl und tierischen Fettabfällen

Das für den Start dieses Programms verwendete SAF wird aus gebrauchtem Speiseöl und tierischen Fettabfällen hergestellt. Er wird von den Pilotunternehmen für das SAF-Programm, den Kraftstofflieferanten PetroChina und Shell, zur Verfügung gestellt. Die erstmalige Verwendung von SAF am HKIA wurde durch die Zusammenarbeit mit vielen Beteiligten entlang der Lieferkette und verschiedenen Regierungsstellen ermöglicht. Das in diesem Programm verwendete SAF wird über die normale Infrastruktur für die Flugzeugbetankung abgewickelt, was wichtige Erkenntnisse für die künftige Entwicklung einer regelmässigen SAF-Versorgung des HKIA liefert. 

Cathay Pacific verfolgt einen mehrstufigen Ansatz für einen grünen Wandel und einen langfristigen Übergang zum Ziel, bis 2050 keine Kohlenstoffemissionen mehr zu verursachen. Neben der verstärkten Nutzung von SAF umfasst der Massnahmenplan von Cathay Pacific die Modernisierung der Flotte, die Verbesserung der betrieblichen Effizienz, die Nutzung neuer technologischer Innovationen zur Dekarbonisierung des Luftverkehrs und das Angebot von Kohlenstoffkompensation im Rahmen des Fly Greener-Programms. Weitere Informationen über das SAF-Programm für Unternehmen finden Interessierte unter diesem Link.

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