Erstellt am: 29.07.2013, Autor: rk

Boeing 787 Dreamliner, Notsender bereiten Probleme

Boeing 787 Dreamliner

Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde hat eine Lufttüchtigkeitsanweisung bezüglich des Notsenders in der Boeing 787-8 erlassen.

Der Emergency Location Transmitter (ELT) war höchstwahrscheinlich die Ursache eines Feuers in einem in London Heathrow geparkten Dreamliner von Ethiopian Airlines. Die britische Flugunfalluntersuchungsbehörde AAIB hat auf die Schwachstelle beim Notsender von Honeywell bereits am 18. Juli 2013 reagiert und die Fluggesellschaften aufgefordert, die Verkabelung und Lithium-Ionen-Akkumulatoren der ELT Notsender ihrer Boeing 787 Dreamliner zu überprüfen. Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA wurde gebeten, eine Luftfahrtsicherheitsdirektive zu veröffentlichen, damit die ELTs und deren Verkabelung rasch überprüft würden.
 
Die FAA hat am Freitag, dem 26. Juli 2013, nun eine entsprechende Airworthiness Directive (AD) erlassen. Alle US-amerikanischen ELT von Honeywell müssen in den Boeing 787 Dreamliner innerhalb von zehn Tagen überprüft oder ausgewechselt werden. Im Fokus steht dabei die Verkabelung und die intern eingebaute Lithium-Ionen-Batterie. In den USA betreibt momentan nur United Airlines sechs Boeing 787 und diese wurden bereits überprüft, dabei hat United keine Unregelmässigkeiten gefunden.
 
Die Lufttüchtigkeitsanweisung 2013-NM-132-AD gilt nur für Dreamliner in den USA, wird weltweit aber bei allen Boeing 787 Dreamliner Betreiber angewendet. Die Überprüfungen wurden bei den meisten im Betrieb stehenden Boeing 787 bereits nach der Empfehlung der britischen Unfalluntersuchungsbehörde vorgenommen.
 
Der ELT Notsender Rescu406AFN von Honeywell ist seit 2005 zugelassen, wurde bislang 6.000 Mal gebaut und funktionierte bislang problemlos. Ob die Anweisung auf alle ELT dieses Typs ausgeweitet wird, lässt die FAA noch offen, bis die Anhörung in rund 30 Tagen abgeschlossen ist.

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: Lufthansa mit zweiter A380 Verbindung nach China. Boeing 787 Dreamliner darf wieder fliegen. EBACE 2013. Gulfstream lieferte mehr Jets aus. Australien kauft EA-18G Growler. Thailand übernimmt weitere Saab Gripen.

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