Erstellt am: 13.06.2009, Autor: rk

Airbus Chef rügt nach dem Air France Absturz die Presse

CR Air France, Airbus A330-200

Die Suche nach dem Datenschreiber des abgestürzten Airbus A330-200 geht weiter, in der Zwischenzeit rügte Thomas Enders einige Zeitungsartikel.

Die brasilianische Marine konnte bereits einige Wrackteile des verunglückten Airbus von Air France bergen, das Fundmaterial wird die Ursache dieses Absturzes jedoch nicht klären können, von dem Wrack und den Datenschreibern fehlt nach wie vor jede Spur. Suchexperten haben offenbar eine Zone umrissen, in der sie das Hauptwrack mit den Flugaufzeichnungsgeräten vermuten. Das Gebiet im Atlantik hat einen Durchmesser von 70 Kilometern und wird von französischen U-Booten durchkämmt.
Airbus Chef Thomas Enders nahm erstmals Stellung zu dem Unglück, dabei bemängelte er einige Zeitungen, die voreilige Rückschlüsse über die Unfallursache zogen, obwohl noch niemand wisse, was sich im Unglücksflugzeug abgespielt habe.
In vielen Medien wurde heftig über die Staudruckrohre debattiert (Pitot Tubes), in den meisten Fällen wurde von Geschwindigkeitsmessern gesprochen. Ein Linienflugzeug hat jeweils drei dieser Staudruckrohre eingebaut. Diese Sensoren liefern ihre Messwerte an den jeweiligen Flugdatencomputer, der die Daten für verschiedenste Instrumente unter anderem für den Geschwindigkeitsanzeiger aufbereitet. Auch die modernen Autopiloten und Flugsteuerungssysteme beziehen die Daten von dem Air Data Computer. Die Informationen werden ständig miteinander verglichen, falls es zu einem Systemausfall kommt, dann werden die Piloten gewarnt, damit sie adäquat auf die Fehlfunktion reagieren können. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Verkehrsflugzeug alle drei Sensoren gleichzeitig verliert und falls dieser schlimmste Fall eintreten würde, kann das Flugzeug immer noch über Standartwerte geflogen werden und wird nicht einfach abstürzen.
Der A330-200 gehört zu den sichersten Flugzeugen die je gebaut wurden, dies betonte sowohl Airbus, als auch die zwei größten Zulassungsbehörden.
Zu diesem Unfall führten viele unglückliche Verknüpfungen, die nur durch die Aufschlüsselung der gespeicherten Daten im Flugdatenschreiber und im Cockpit Voice Recorder schlüssig beantwortet werden können. Bleibt zu hoffen, dass diese beiden Geräte gefunden werden.
 

 

 

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: Wann ist der Tiefpunkt im internationalen Luftverkehr erreicht? Absturz Air France AF 447 gibt viele Rätsel auf. Airbus A330 erfolgreiches Langstreckenverkehrsflugzeug aus Europa.

 

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