Erstellt am: 25.08.2014, Autor: rk

Accident Debrief: Swift Air MD-83 Absturz

Swift Air MD-83 Crash Mali

Das französische Flugunfallbüro BEA hat einen ersten Voruntersuchungsbericht zum Swift Air MD-83 Absturz vom 24. Juli 2014 veröffentlicht, leider sind die Daten des Cockpit Voice Recorders unbrauchbar und können für die Klärung des Unfallhergangs nicht herbeigezogen werden.

Die MD-83 von Swift Air startete in der Nacht vom 24. Juli um 01 Uhr 15 in Ouagadougou, Burkina Faso zu einem Linienflug nach Algier, Algerien. An Bord, der von Air Algerie eingemieteten MD-83 mit der Flugnummer AH5017, befanden sich 110 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Bei dem Absturz kamen alle Insassen ums Leben.
Der Steigflug auf die Reiseflughöhe von 31.000 Fuss dauerte 22 Minuten und verlief planmässig, als die MD-83 auf der Reiseflughöhe angekommen war, befand sie sich bereits seit geraumer Zeit am westlichen Rand einer gewaltigen Gewitterwolke. Der mächtige Gewittersturm befand sich über Burkina Faso und bewegte sich in Richtung Grenzregion von Mali. Die Piloten mussten immer wieder leichte Kursänderungen fliegen, damit den Gewitterzellen ausgewichen werden konnte. Aus noch ungeklärten Gründen nahm etwa zwei Minuten nach dem Erreichen der stabilen Reisefluggeschwindigkeit von 280 Knoten IAS (860 km/h TAS) die Geschwindigkeit der MD-83 kontinuierlich auf 160 Knoten ab. Die MD-83 fiel plötzlich in eine starke Linkskurve und stürzte unter grossen Änderungen im Anstellwinkel und der Querlage ab. Der Spiralsturz dauerte nur rund zwei Minuten, die Maschine erreichte dabei eine hohe Geschwindigkeit und Sinkrate.
Die weitere Untersuchung soll nun zeigen, warum die MD-83 in diesen unkontrollierten Flugzustand kam und abstürzte. Leider ist es den Ermittlern nicht möglich, das Cockpitgespräch auszuwerten, da die Daten auf dem Aufzeichnungsgerät, trotz fachgerechter Wiederherstellung, nicht auswertbar sind.

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: A380 fliegt nach Indien. CSeries Flugtestprogramm unterbrochen. A350-900 Testflotte ist komplett. EBACE 2014 lockte viele Besucher an. Schweiz lehnt neues Kampfflugzeug ab.

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