Erstellt am: 19.12.2012, Autor: rk

Accident Debrief: Superjet Absturz in Indonesien

Superjet 100

Die indonesischen Unfallermittler führten menschliches Versagen als Hauptgrund für den Superjet 100 Absturz an.

Am 9. Mai 2012 zerschellte ein Sukhoi Superjet 100 während eines Vorführungsfluges an einer steilen Bergflanke des 7254 Fuss hohen Mount Salak, dabei kamen alle 45 Insassen ums Leben.
 
Bereits bei den ersten Vorberichten kristallisierte sich heraus, dass wahrscheinlich die beiden Testpiloten die Hauptschuld an dem Unglück tragen. Die erfahrenen Piloten haben während des Demofluges die vorgeschriebene Mindestflughöhe massiv unterschritten und Warnungen des korrekt funktionierenden Geländewarnsystems als Falschalarme ignoriert. Der Absturz hätte leicht vermieden werden können, wenn die beiden Piloten dem technischen System Glauben geschenkt hätten. An dem Superjet 100 konnten keine technischen Mängel festgestellt werden.
 
Sukhoi und Superjet International können aufatmen, viele negativ gefärbte Presseberichte haben dem Image der neuen Maschine aus Russland stark geschadet. In vielen Fällen der Berichterstattung wurde viel zu rasch über technische Probleme bei dem neuen Verkehrsflugzeug aus Russland spekuliert. Für die fliegenden Spezialisten war rasch klar, dass menschliches Versagen zu diesem tragischen Unfall geführt haben könnte.
 
Wegen einer falschen Angabe im Flugplan ging die Flugsicherung davon aus, dass es sich bei dem Unfallflugzeug um einen Sukhoi Su-30 Kampfjet handelte und nicht um ein Verkehrsflugzeug, dies könnte mit ein Grund gewesen sein, dass die Flugverkehrsleiter der Flughöhe des Jets zu wenig Achtung geschenkt hatten.

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: Singapore kauft weitere A380, Gulfstream G650 zugelassen, Emirates baut A380 Flotte aus, Rafale mit AESA Radar ausgeliefert, F-15 absolvierte vor 40 Jahren den Erstflug.

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