Erstellt am: 27.10.2008, Autor: ncar

AUA Verkauf an Lufthansa noch nicht im Trockenen

CR LufthansaDie Verhandlungen um den Verkauf der Staatsanteile der österreichischen Flug- gesellschaft Austrian Airlines an Lufthansa verzögert sich.

Die Boulevardzeitung „Österreich“ berichtete heute, dass der Verkauf der staatlichen AUA um vier Wochen verschoben wurde. LH habe der Verschiebung zugestimmt. Beide Angaben wurden nicht bestätigt.


LH, die einzige verbleibende Interessentin, sei nicht bereit, die AUA Schulden zu übernehmen, sagte Gerhard Fritz, Aufsichtsratsmitglied der mit dem Verkauf beauftragten OeIAG, "die Lufthansa fordert, dass 500 Millionen Euro von der Republik getilgt werden." Dafür wäre eine Bewilligung der österreichischen Regierung und der EU-Kommission notwendig, die noch nicht vorliegt. Der Schuldenberg von AUA beträgt insgesamt 900 Millionen Euro, hinzu kommt der erwartete Jahresverlust 2008 von EUR 125 Millionen. Fritz bezifferte das Angebot von LH auf einen Cent pro Aktie, das sind etwa 360,000 Euro für die ganze Fluggesellschaft. LH kommentierte diese Angabe nicht.


Die Regierungsparteien haben sich auf eine Verlängerung des Privatisierungsauftrags geeinigt, sollte das nötig sein. Beschlossen wurde bis heute nichts. Eine Entscheidung könnte eventuell am Mittwoch in der Kabinettssitzung fallen.


LH ist die einzige Airline, die ein offizielles Übernahmeangebot vorgelegt hat. Auch Air France-KLM und S7 hatten Interesse gezeigt, das Angebot von S7 traf aber zu spät ein und entsprach nicht den formalen Kriterien, Air France-KLM gab kein offizielles Gebot ab sondern ist zu Gesprächen bereit.

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