FliegerWeb.com - News aus der Luftfahrt

Jagdflieger Oberst Werner Mölders

Jagdflieger Oberst Werner Mölders

mölders_250
Geboren: 18. März 1913 in Gelsenkirchen

Gestorben: 22. November 1941 in Breslau

Abschüsse: 115

Land: Deutschland

Flugzeug: Messerschmitt BF 109 F-2



Mölders wurde 1913 in Gelsenkirchen als Sohn eines Studienrats geboren. Sein Vater fiel sehr früh im ersten Weltkrieg und so zog seine Mutter mit ihm, seinen 2 Brüdern und seiner Schwester nach Brandenburg an der Havel. Dort verbrachte Mölders seine Kindheit und wurde zu einem sensiblen, sehr naturverbundenen Menschen. Mölders wurde sehr religiös erzogen und gehörte dem Bund Neudeutschland der katholischen Jugendbewegung an. Wegen seines kameradschaftlichen Wesens wurde er schon bald zum Gruppenführer dieser Jugendorganisation.

Bereits als Junge wollte Mölders Soldat werden. Nachdem er das Abitur bestanden hatte, meldete er sich freiwillig zur Reichswehr. Er gehörte zu den drei aus 60 Offiziersanwärtern, die eingestellt wurden. verpflichtungsschein_250Ab diesem Zeitpunkt begann eine militärische Karriere, die ihresgleichen sucht und Mölders unvergessen macht.

Während der Ausbildung zum Pionieroffizier meldete sich Mölders freiwillig zur neuen deutschen Luftwaffe, die gerade im Entstehen war. Bei der Tauglichkeitsprüfung fiel Mölders jedoch durch, weil er Kreiselbewegungen nicht ertrug. „Bleich und übelriechend haben sie mich als fliegeruntauglich heimgeschickt“, notiert Mölders in sein Tagebuch. Er gab trotzdem nicht auf und wurde beim zweiten Mal als „bedingt tauglich“ zugelassen. Im Februar 1934 war es dann endlich soweit: Er wurde Flieger. Im gleichen Monat noch kam er zur Flugzeugführerausbildung an die Deutsche Verkehrsfliegerschule nach Cottbus. Am 1. März wurde Mölders dann zum Leutnant ernannt. Am Anfang seiner Ausbildung plagten ihn rasende Kopfschmerzen und grosse Schwindelgefühle mit Übelkeit, doch er überwand seine Schwierigkeiten schnell und schloss die Ausbildungszeit schlieslich als Lehrgangsbester ab. Seine Weiterbildung erfolgte an der Kampffliegerschule in Tutow und später dann in Schleisheim bei München, wo er zum Jagdflieger ausgebildet wurde. Am 21. Mai 1936 wurde ihm das Flugzeugführerabzeichen der neu geschaffenen Luftwaffe überreicht. Von Juli 1935 bis April 1936 flug Mölders bei der Fliegergruppe Schwerin (I./162 Immelmann). Während dieser Zeit lernte Mölders auch seine spätere Frau Luise Baldauf kennen, die er kurz vor seinem Tod heiratete.

1 2 3 4 ..  | weiter

Kommentare

Rainer Träbing
17:33 12-07-2012
Das Herr Oberst Werner Mölders auch ein guter Pilot und Schütze war, wird in vielen Dokus wieder gegeben.
Es ist leider immer wieder traurig, das ein Erfolg und die Belobigungen nur den „Oberen“ gebührt.
Ein Pilot muss sich auch auf seine Maschine verlassen können.
Das diese immer in Ordnung war, bedarf eines Teams seines Vertrauens.
Nur werden diese stets verschwiegen.
Mein Vater hat mir oft erzählt, das er der erste Wart beim Mölders > Geschwader PIK As war. Er hat u.a. den ganzen Afrika Feldzug mitgemacht.
Aber von den besonderen Leistungen der Truppen erfährt man nichts. Schade.

Mit freundlichem Gruß
Rainer Träbing
Silke
21:14 12-02-2012
Ja, da kann ich nur beipflichten!
Hallo Tatjana,
und es war mein Urgroßvater,also sind wir irgendwie Verwandt!
Tatjana
22:43 20-07-2011
Gut das es Internet gibt :)
Jetzt habe ich endlich das gelesen was mich schon lange interessiert hat! Denn Werner Mölders ist mein Ururgroßonkel!
Dr. Hermann Hagena, hupbonn@aol.com
09:33 30-07-2009
Ein sehr informativer Bericht, als Einstieg für die Beschäftigung mit dem Leben dieses Jagdfliegers gut geeignet. Vielleicht sollgte bei einer Überarbeitung erwähnt werden, daß 1973 das damals dem mit F-104G Starfighter ausgerüstete Jagdgeschwader 74 mit Genehmigung von Bundespräsident Heinemann der Ehrenname "Mölders" verliehen wurde. 2005 wurde der Name von Struck auf Betreiben einer kleinen Gruppe linker Abgeordneter und aufgrund verleumderischer Vorwürfe von angeblichen Kriegsverbrechen aberkannt.

Hintergrund und Einzelheiten in meinem Buch "Jagdflieger Werner Mölders. Die Würde des Menschen reicht über den Tod hinaus."
Helios Verlag, Aachen 2008 (2. Auflage in Vorbereitung.)

Sein wiederhegestelltes Ehrengrab befindet sich auf dem Invalidenfriedhof in Berlin.
Robert Kühni
17:29 15-07-2009
Guten Tag Jörg

Vielen Dank für den Hinweis, werde es erst nächste Woche korrigieren, da ich im Ausland weile und nur einen schlechten Internet Zugang habe. Natürlich hat der 2. Weltkrieg nich im 38 begonnen.

Freundlichst Robert Kühni
Jörg
16:15 15-07-2009
Schöner Bericht,prima Seite!
Kuck mal da ist ein kleiner Fehler drinn, der 2 Weltkrieg begann am 1.09.39 und nicht 1938

Grüße

Sicherheitsabfrage 9 + 9 =