Erstellt am: 12.04.2010, Autor: rk

Rega-Einsatz über gefrorenem Stausee

CR Rega

Am Samstagabend hat die Rega eine Skitourengruppe am Gelmersee bei Guttannen retten müssen. Die drei Alpinisten sind zuvor auf dem Eis des gefrorenen Stausees eingebrochen.

Am Samstag waren drei Alpinisten im Gelmergebiet von der Trifthütte in Richtung Guttannen (BE) unterwegs. Auf ihrer Tour überquerten sie den auf knapp 1900 Meter über Meer gelegenen gefrorenen Gelmersee und brachen auf der Eisdecke mitten auf dem See ein. Mit viel Glück konnten sich die drei Alpinisten aus dem rund vier Grad kalten Stausee aus eigener Kraft robbend ans Ufer retten. Steile Felswände rund um den See verhinderten jedoch ein Weiterkommen ohne entsprechende Ausrüstung. Die Verunglückten verloren beim Sturz ins Wasser unter anderem ihre Mobiltelefone und waren somit von der Aussenwelt abgeschnitten und konnten niemanden alarmieren.

 
Die Alpinisten hatten jedoch noch vor Beginn der Skitour einen Taxi-Transport organisiert, der sie bei ihrer Ankunft hätte abholen sollen. Als die drei Berggänger dann nicht plangemäss am Treffpunkt erschienen waren, wurde daraufhin der Hüttenwart der Gelmerhütte benachrichtigt. Dieser alarmierte schliesslich via SAC Rettungsstation Oberhasli die Rega-Einsatzzentrale. Kurz nach 19.30 Uhr starteten die Rettungskräfte der Rega-Basis Wilderswil zusammen mit einem SAC-Spezialisten den Suchflug nach den vermissten Alpinisten am Gelmersee.
 
Noch vor Nachteinbruch und bei kalter Bise entdeckte die Rettungscrew aus der Luft drei Rucksäcke unmittelbar neben drei Löchern im Eis. Danach flog die Crew mit dem Helikopter den Spuren nach, welche ans Ufer führten. Kurze Zeit später waren die drei Alpinisten am Seeufer sichtbar. Unterkühlt und durchnässt, jedoch unverletzt wurden die drei Skitourengänger per Rega-Helikopter aus dem Gebiet ausgeflogen.
 
Rega

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