Erstellt am: 18.02.2014, Autor: rk

Rückkehr des Red Bull Air Race

Red Bull

Der Countdown für Matthias Dolderer läuft, noch zwei Wochen bis zur Rückkehr des Red Bull Air Race!

Noch sind alle Blicke aufs russische Sochi gerichtet, wo die Olympischen Winterspiele in vollem Gange sind, aber schon in zwei Wochen wird die ganze Welt nach Abu Dhabi blicken, wenn das Red Bull Air Race nach dreieinhalbjähriger Abstinenz wieder den Globus erobert.
14. Februar 2014
Matthias Dolderer (43), der bekannteste Sportpilot Deutschlands, ist einer von Zwölf im Fliegerfeld des Red Bull Air Race und hat sich schon beim letzten Saison-Rennen 2009 in Barcelona mit dem sensationellen dritten Platz nicht nur in die Herzen der Millionen ZuschauerInnen geflogen, sondern auch seine Mitfavoritenrolle klar und deutlich definiert. 2014 will er gleich von Beginn an voll durchstarten.
Mit neuem Motor allerdings - "100 PS less" lautet hier die Devise der Organisatoren. Das gesamte Feld wird mit dem Lycoming AEIO-540-EXP von Thunderbolt fliegen, kein Wettrüsten soll mehr möglich sein und damit auch kein Sieg aufgrund einer dicken Geldbörse. "Mit Einführung der Einheitsmotoren erwarte ich mir natürlich mehr Chancengleichheit und für mich ganz persönlich bessere Resultate. 2009 und 2010 war ich zwar schon gut dabei, mein Ziel ist es aber, ganz oben zu stehen", so Matthias Dolderer. Die Einheitsmotoren (und Einheitspropeller sowie -Abgassysteme) sind aber nicht die einzige Änderung bei der Rückkehr des Red Bull Air Race.
Fünf Meter höher werden die Pylonen wachsen, welche die Strecke vorgeben, also 25 anstatt früher 20 Meter hoch sein und das Nylon-Material wird optimiert, damit ein etwaiges Berühren der Air Gates noch sicherer wird. Die extremen Fliehkräfte, welchen die Sportpiloten ausgesetzt sind, werden von 12G auf 10G beschränkt und zudem wurde ein spezieller G-Race Suit entwickelt.
All diese Neuerungen sollen die Sicherheit der Piloten garantieren, werden aber den Rennen in Sachen Spektakularität und Attraktivität absolut nichts wegnehmen. Das Red Bull Air Race war, ist und bleibt die schnellste Motorsportserie der Welt!
Matthias Dolderer hat es einmal sehr treffend beschrieben: Er verglich die Präzision, die beim Red Bull Air Race gefragt ist, mit dem Versuch, ein Auto mit einer Geschwindigkeit von 400km/h in einer Garage zu parken. Wahnsinnig viel Erfahrung und ein immenses Gefühl fürs Flugzeug gehören dazu. Matthias Dolderer wurde schon sehr früh mit dem "Flugvirus" infiziert: Sein Vater hat ihn im Alter von drei Jahren zum ersten Mal in die Lüfte entführt und den ersten eigenen Flug machte er als 14-jähriger Teenager. 40 Jahre Erfahrung stecken also in dem Süddeutschen: "Fliegen war vom ersten Moment an meine Leidenschaft und Inspiration. Ich habe mein ganzes Leben in Hangars, auf Flugplätzen und in Cockpits verbracht."
Matthias Dolderer wird sich bei der Rückkehr des Red Bull Air Race mit den anderen elf Piloten wie folgt battlen: Am Tag vor dem Rennen werden zwei Qualifyings geflogen. Die beste Zeit eines jeden Piloten ergibt die Start-Reihenfolge. Am Renntag selbst fliegt der Erste im K.o.-System gegen den Zwölften, der Zweite gegen den Elften, usw. - die sechs Gewinner und die zwei schnellsten "Verlierer" bilden dann die "Super-8" und die schnellsten Vier der "Super-8" kommen ins Finale, bei dem die Flugzeit dann über die Podiumsplätze entscheidet.
Dorthin will Matthias Dolderer - aufs Podium - und am liebsten gleich acht Mal in der heurigen Rennsaison.
Red Bull Air Race Rennkalender 2014:
28. Februar/01. März - Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate)
12./13. April - Rovinj (Kroatien)
17./18. Mai - Putrajaya (Malaysia)
26./27. Juli - Gdynia (Polen)
16./17. August - Ascot (Großbritannien)
06./07. September - Dallas/Fort Worth (Vereinigte Staaten von Amerika)
11./12. Oktober - Las Vegas (Vereinigte Staaten von Amerika)
01./02. November - Ort wird noch bekannt gegeben (China)
Red Bull Air Races

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: Boeing meldet starke Zahlen. Airbus mit neuem Auslieferungsrekord. CSeries erfährt weitere Verzögerung. Rafale wird noch leistungsfähiger. Indien lässt Airbus A380 zu.

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