Erstellt am: 18.05.2010, Autor: rk

Erste Rega-Repatriierung vor 50 Jahren

CR REGA

Heutzutage werden pro Jahr über 700 Patienten mit den drei Ambulanzjets der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega vom Ausland nach Hause repatriiert.

Die Rega ist in der Lage, Patienten aus der ganzen Welt zurück in die Schweiz zu bringen. Vor 50 Jahren sah dies anders aus: Im Mai 1960 wurde erstmals ein Patient mit einem Flugzeug aus dem Ausland in die Schweiz zurückgebracht.

Mai 1960: Erste Rückführung von Frankreich in die Schweiz
 
Die 1952 gegründete Rettungsflugwacht Rega war noch jung, als sie zum ersten Mal einen Patienten, der im Ausland ernsthaft erkrankt war, mit dem Flugzeug nach Hause holte. Das erste Flugzeug, das regelmässig für diesen Zweck im Einsatz stand, war eine Piaggio P-166 von Dr. Armin Meyer. Damit wurde im Mai 1960 die erste Repatriierung geflogen, von Châlons-sur-Marne (heute Châlons-en-Champagne) in Frankreich zurück in die Schweiz.
Fritz Bühler, der als Pionier ab 1960 die Rettungsflugwacht leitete, spann seine Fäden zu Geschäftsleuten und bewog sie dazu, ihm mit ihren Geschäftsflugzeugen zu helfen. In der Folge stellte der Bankier Peter Bär sein Flugzeug für Patientenflüge zur Verfügung. Auch flog der Verleger Dr. Armin Meyer mit seinem Flieger Rückführungen gleich selbst. Seine Piaggio P-166 mit der Immatrikulation HB-LAY stand von 1961 bis 1964 ständig als Ambulanzflugzeug der Rettungsflugwacht im Einsatz.

Mai 2010: Rückführung einer Intensivpflege-Patientin aus China
Heute setzt die Rega für die Rückführungen drei eigene Ambulanzflugzeuge vom Typ Challenger CL 604 ein. Mit diesen ist es möglich, selbst Patientinnen und Patienten, die intensiver Pflege bedürfen, innert nützlicher Frist beinahe von überall her zu repatriieren. So beispielsweise dieses Wochenende, als eine schwer erkrankte und intensivpflegebedürftige Patientin aus Peking zurück in die Schweiz überführt werden konnte.
Auch wenn die Rega solche Langstrecken-Repatriierungen mittlerweile jährlich mehrfach durchführt, so stellen sie doch immer noch spezielle Anforderungen an die beteiligten Flugplaner, Einsatzleiter, Pflegefachpersonen, Ärzte und Piloten. So startete der Einsatz nach Peking nach intensiver Abklärungsphase bereits am frühen Nachmittag des 13. Mai. Der Hin- und der Rückweg führten jeweils via Novosibirsk, wo ein Tankstop notwendig war. Nach insgesamt 21 Stunden Flugzeit, davon 11 mit der Patientin an Bord, wurde der Einsatz am 15. Mai mit der Übergabe an ein Schweizer Spital abgeschlossen.

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