Erstellt am: 17.04.2012, Autor: rk

AERO Friedrichshafen mit sparsamen Flugzeugen

AERO Friedrichshafen, Elektro Flight

Alternative Antriebstechniken und effiziente Flugzeuge stehen im Mittelpunkt der Internationalen Luftfahrtmesse AERO, die von Mittwoch 18. bis Samstag, 21. April 2012 in Friedrichshafen stattfindet.

Auf der 20. AERO sind vorwiegend Maschinen der Allgemeinen Luftfahrt ausgestellt. Dazu zählen alle zivilen Flugzeuge, Hubschrauber und Segelflugzeuge, die nicht zur Linienfliegerei oder der Charterluftfahrt gehören. Insgesamt sind 550 Aussteller aus 28 Nationen am Bodensee vertreten.
 
Einen Schwerpunkt innerhalb der Allgemeinen Luftfahrt stellen die Ultraleichtflugzeuge auf der AERO dar. Das sind zweisitzige Propellermaschinen, die maximal 472 Kilogramm wiegen dürfen, leise, leicht und sparsam im Verbrauch sind. Einer der Marktführer bei den Ultraleichtflugzeug-Herstellern ist das schwäbische Unternehmen Flight Design. Die Württemberger stellen erstmals ein neues Ultraleichtflugzeug vom Typ CTLS aus. Diese Maschine ist mit einem turboaufgeladenen Vierzylinder-Rotax mit 115 PS ausgerüstet. Damit kann sie auch in großen Höhen fliegen und ist äußerst leistungsstark, wie Firmenchef Matthias Betsch erläutert.
 
Eine zweite ausgestellte Maschine vom Typ CT ist speziell für die neue europäische Flugzeugkategorie „European Light Aircraft“ vorgesehen. Maschinen in dieser Klasse dürfen schwerer sein als Ultraleichtflugzeuge und bieten dadurch mehr Zuladungskapazität für den Passagier, Gepäck oder Treibstoff.
 
Ein weiterer großer Hersteller von ein- und zweimotorigen Propellerflugzeugen ist Diamond Aircraft aus Wiener Neustadt in Österreich. Auf der AERO wird erstmals die brandneue Zweimot DA-52 gezeigt, ein fünfsitziges Flugzeug, dessen Besonderheit der Antrieb durch Dieselmotoren ist. Die beiden je 180 PS starken Triebwerke sind besonders sparsam und können mit Kerosin fliegen, das an nahezu allen Flughäfen der Welt erhältlich ist. Testpilot Ingmar Mayerbuch berichtet vom spannenden Erstflug der Maschine, der gerade erst zwei Wochen zurückliegt.
 
Ebenfalls auf sparsame Antriebe setzt der slowenische Hersteller Pipistrel mit dem neuen Viersitzer vom Typ Panthera und einem effizienten ultraleichten Motorsegler vom Typ Virus SW. Der schlanke Zweisitzer wird von einem 100-PS-Viertaktmotor angetrieben, der 15 Liter pro Stunde Autosprit benötigt und dennoch eine Reisegeschwindigkeit von über 250 Stundenkilometern erzielt.
 
Einen umgebauten Automotor für die Luftfahrt präsentiert der Chefredakteur der Fachzeitschrift fliegermagazin, Thomas Borchert, zum Auftakt der Messe: Der modifizierte Suzuki-Vitara-Sechszylinder treibt den Nachbau eines amerikanischen Warbirds aus den Vierzigerjahren vom Typ North American P-51 Mustang an, der etwa zwei Drittel so groß wie das Original ist. Das Triebwerk ist Teil der Luftfahrt-Motoren-Sonderausstellung „Engine Area“.
 
Ein einsitziges Flugzeug mit Elektroantrieb präsentiert der deutsche Hersteller PC-Aero: Die Electra One wird von einem Elektromotor angetrieben, der seine Energie aus einem Akku bezieht. Zusätzlich auf der Tragfläche angebrachte Solarzellen ermöglichen ein Wiederaufladen des Akkus im Flug und damit eine Vergrößerung der Reichweite.
 
Wer fliegen will, ohne abzuheben, kann dies auf der AERO am Stand der Firma flightdecksystems tun: Sie präsentiert den weltweit größten mobilen Flugsimulator. Wer also einmal wissen will, wie es sich anfühlt, einen Airbus A320 zu starten oder zu landen, kann dies auf der Messe gefahrlos auf dem Simulator im Freigelände tun.

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