Erstellt am: 24.01.2018, Autor: rk

Rot-weiß-rote Eurofighter am Schweizer Himmel

Österreichischer Eurofighter Typhoon

Österreichischer Eurofighter Typhoon (Foto: Österreichisches Bundesheer)

Höchste Sicherheitsstufe in Davos: Zum diesjährigen Weltwirtschaftsforum werden unter anderem US-Präsident Donald Trump und der französische Staatschef Emmanuel Macron anreisen.

Insgesamt werden in dieser Woche rund 3.000 Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Schweizer Kanton Graubünden erwartet. Für die Sicherheit der Konferenz im grenznahen Davos sorgen die Schweizer und die österreichischen Luftstreitkräfte gemeinsam.

Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit hat Tradition, erstmals dürfen dabei aber auch Flugzeuge zur Terrorabwehr über die Staatsgrenze fliegen. Möglich macht das ein Vertrag zwischen der Schweiz und Österreich. "Für uns ist es sehr wichtig, dass wir diesen neuen Vertrag haben", betonte der Schweizer F-18-Pilot Reto Kunz. "Ohne Österreich ist es nicht möglich, für die Sicherheit in Davos zu garantieren. Die Grenznähe ist der Knackpunkt. Unsere Regierung benötigt so schnell wie möglich Informationen, sobald eine Bedrohung vorliegt und ein Flugzeug in die Flugverbotszone einfliegt."

Österreichisches Hoheitsgebiet betroffen

Ein Drittel dieser Zone liegt dabei über österreichischem Hoheitsgebiet, und wie schnell dabei eine Bedrohung entstehen kann, demonstrierten die Schweizer am Donnerstag selbst: Nur 30 Minuten benötigten die Piloten mit zwei F/A-18 Kampfflugzeugen für die 430 Kilometer von Bern nach Salzburg, wo der Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte, Generalmajor Karl Gruber, die neue Form der Zusammenarbeit vorstellte.

Sicherheit in der Luft

"Wir sind nach wie vor in einer Situation, wo wir bei Großveranstaltungen einen hohen Schutzbedarf haben, um Anschläge und Störaktionen zu verhindern", sagte Gruber. "Wir sorgen gemeinsam mit den Schweizer Luftstreitkräften für Sicherheit in der Luft, indem wir den Flugbetrieb kontrollieren und einen unbefugten Einflug von Luftfahrzeugen, Paragleitern oder Drohnen verhindern."

1.100 Soldaten, Eurofighter, Hubschrauber und Radargeräte

Beim Bundesheer sind rund 1.100 Soldaten ab Montag mit der Luftraumsicherungsoperation "Dädalus 18" befasst. Zum Einsatz kommen unter anderem Eurofighter, Hubschrauber sowie Aufklärungs- und Zielzuweisungsradargeräte der Luftstreitkräfte.

Österreichisches Bundesheer

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