Erstellt am: 29.05.2009, Autor: rk

Airbus A400M hohe Belastung für EADS

A400M

Anlässlich der EADS Hauptversammlung in Amsterdam sagte Airbus Chef Louis Gallois, dass der Militärtransporter Airbus A400M auch im nächsten Jahr zu einer Belastung wird.

Im Dezember wurde das A400M Programm näher zu dem Flugzeugbauer Airbus gerückt, damit die Synergien besser genutzt werden können. Der neuste Militärtransporter sorgte bei EADS bereits für unplanmässige Verluste von rund 2,3 Milliarden Euro und wird in Zukunft wohl noch für ein paar Milliarden mehr verantwortlich gemacht werden müssen. Louis Gallois rechnet für das nächste Jahr mit einer schlechteren Performance bei seinem Konzern, da die Krise erst dann voll auf die Konzernrechnung schlagen wird, er rechnet für das 2010 gleichwohl mit einem positiven Ausgang. Beim Militärtransporter rechnet er mit dem Erstflug um die Jahreswende 2009/2010 – „entweder kurz davor oder kurz danach“. Nach seinen Aussagen könnten auf den Konzern jedoch noch gravierende Belastungen zukommen, weil die Flugzeuge erst mit einer erheblichen Verspätung an die Kunden ausgeliefert werden können.

Als eher ungewöhnlich zu bezeichnen, gilt seine Mustergültige Haltung in der Wirtschaftskrise. Gallois kündigte an, dass er den gesamten variablen Teil seines Gehalts von 2008 - das entspricht 60 Prozent - für soziale Zwecke spenden will. Wie Gallois sagte, verdiente er 2008 rund 2,4 Mio. Euro und liege damit im Mittelfeld führender französischer Geschäftsführer. Er sei sich der Verantwortung einer Unternehmensführung in der Wirtschaftskrise bewusst. Daher habe er sich zu diesem Schritt entschlossen, sagte der 65-Jährige. "Dies ist ein einmaliger Schritt, weil ich ein Zeichen in der Krise setzen will."

Link: EADS

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: Verkehrszahlen in den USA weiterhin im Kriechgang. Grossbritannien hält an Eurofighter Typhoon fest. Airbus A380 erfolgreich unterwegs. F-22 Raptor Produktion wird wahrscheinlich nach nur 189 Flugzeugen eingestellt.

 

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