Erstellt am: 22.07.2010, Autor: rk

AESA Radar für den Eurofighter Typhoon

Eurofighter Typhoon mit AESA Radar

Die Eurofighter GmbH und Euroradar haben gemeinsam mit ihren Industriepartnern intensive Entwicklungsarbeiten für das hochmoderne AESA-Radar (Active Electronically Scanned Array) mit elektronischer Strahlschwenkung begonnen.

Die Indienststellung des neuen Radars ist für 2015 geplant, um den Anforderungen der Eurofighter-Partnernationen und Exportkunden Rechnung zu tragen. „Dies ist ein wichtiger Schritt für das Eurofighter-Programm. So können wir sicherstellen, dass der Eurofighter weiterhin das weltweit beste und modernste Mehrrollen-Kampfflugzeug bleibt“, kommentierte Eurofighter-CEO Enzo Casolini diese Entscheidung. „In Absprache mit den Kunden aus den Kernländern des Programms können wir eine AESA-Fähigkeit anbieten, welche diejenigen existierender Radare bei weitem übertrifft. Sie wird Eurofighter die besten Exportchancen für den Eurofighter verschaffen. Der Indienststellungstermin zeigt, dass wir perfekt positioniert sind, um dem komplexen und anspruchsvollen Bedarf der Streitkräfte gerecht zu werden.“ Eurofighter wird durch das neue Radar die Fähigkeiten des Kampfflugzeuges ausbauen, um bessere Radarleistungen zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht auf der Basis der Vorentwicklungen und Flugtests, die seit 2007 durchgeführt wurden. Das derzeit eingesetzte mechanisch geschwenkte („mechanically scanned“) M-Scan-Radar gilt zwar als bestes seiner Klasse, die AESA-Technologie wird die Radarfähigkeiten des Eurofighter jedoch nochmals weiterentwickeln. Das geplante AESA-Radar wird gegenüber dem M-Scan-Radar zahlreiche Vorteile bieten: u. a. eine verbesserte Reichweite bei Erfassung und Nachverfolgung von Zielen, eine modernisierte Luft-Boden-Fähigkeit und optimierte elektronische Schutzmassnahmen. Das neue Radar wird die zentralen Eigenschaften der bereits bestehenden CAPTOR Radararchitektur übernehmen, um von der Reife des bestehenden Systems zu profitieren. Diese Eigenschaften werden mit Technologien der neuesten Generation kombiniert, um die volle Bandbreite an Luft-Luft- und Luft-Boden-Modi zu bieten. Das grosse Antennenarray kann problemlos in das Radom integriert werden. Durch die Montage auf einer Repositioning-Vorrichtung bietet das Radar einen extrem breiten Blickwinkel. Daraus ergibt sich eine weitere Steigerung des Gefechtswerts, womit der Eurofighter jedem anderen Flugzeug, das auf dem Markt erhältlich ist, weit voraus sein wird. Das neue Radar bietet Kunden die Möglichkeit, bereits beschaffte Eurofighter bei Bedarf nachzurüsten. Das Radar verfügt über ein signifikantes Entwicklungspotential, und heutige und künftige Kunden können gleichermassen an der Anpassung des Radars an ihre individuellen Einsatzbedürfnisse mitwirken.

FliegerWeb News Sendung mit folgenden Themen: WTO Entscheid lässt Airbus wie Boeing als Sieger dastehen. ILA 2010 erfolgreicher denn je. F-35 Lightning II wird teuer. Emirates baut weiter aus.

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