Erstellt am: 05.08.2019, Autor: rk

Vierter COMAC C919 abgehoben

COMAC C919 vierter Prototyp

COMAC C919 vierter Prototyp (Foto: COMAC)

Am 1. August 2019 ist der vierte C919 Prototyp zu seinem Jungfernflug gestartet, das Flugtestprogramm nimmt somit weiter an Fahrt auf.

Der vierte C919 Prototyp startetet am Donnerstagmorgen auf dem Pudong International Airport zu seinem erfolgreichen ersten Testflug. Das vierte Testflugzeug führt die Baunummer 104 und ist in China auf die Kennung B-001E immatrikuliert. Der erste Flug dauerte eine Stunde und fünfundzwanzig Minuten, dabei konnten laut Comac die korrekte Funktionsweise der Flugsteuerung und der wichtigsten Systeme verifiziert werden.

Der vierte Prototyp wird die drei ersten Flugzeuge bei weiteren Flugtests unterstützen. Die Baunummer 104 wird hauptsächlich für das Ausfliegen der Start- und Landeleistungen herbeigezogen, daneben wird das Flugzeug für die Verifizierung der Avionik und der Autopiloten verwendet. Der vierte Prototyp soll auch für die Flüge unter natürlichen Vereisungsbedingungen benutzt werden. Comac baut für das Flugtestprogramm noch zwei weitere C919, diese sollen bis Ende 2019 fertiggestellt sein.

C919 Konkurrenz für Boeing und Airbus

Die C919 ist das erste chinesische Verkehrsflugzeug in dieser Größenklasse und bietet Platz für 156 bis 168 Passagiere und soll bis zu 4.075 Kilometer weit fliegen können. In einer Spezialausführung beträgt die Reichweite sogar 5.555 Kilometer. COMAC hat laut eigenen Angaben bereits 305 Festbestellungen und insgesamt mehr als 500 Kaufabsichtserklärungen für den neuen Airliner erhalten. Die Zulassung ist für Ende 2020 beziehungsweise Anfang 2021 geplant.

China rechnet mit guten Absatzchancen

COMAC rechnet für den C919 Airliner mit guten Absatzchancen. Ab 2035 möchte COMAC einen Drittel der Single Aisle Jets in China aus einheimischer Produktion stellen. Im Weltmarkt visiert man einen Fünftel des Absatzes an und würde damit zu den beiden ganz großen Airbus und Boeing aufschließen.

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