Erstellt am: 21.09.2017, Autor: ps

United verabschiedet Boeing 747

Boeing 747-400 United Airlines

Boeing 747-400 United Airlines (Foto: United Airlines)

Die „Friend Ship“ beendet die Ära der legendären Jumbo-Flotte bei United am 7. November 2017 mit einem Sonderflug von San Francisco nach Honolulu.

United Airlines nimmt Abschied von der legendären Jumbo-Flotte mit einem speziellen und letzten Flug: Am 7. November endet mit dem Sonderflug San Francisco-Honolulu der jahrzehntelange Einsatz der Boeing 747 im Unternehmen.

Der Sonderflug für Kunden, Mitarbeiter und geladene Gäste soll an die erste Jumbo-Verbindung von United im Jahr 1970 erinnern. Entsprechend sind die Uniformen der Crews aus dieser Zeit gestaltet, auch das Inflight Entertainment entspricht ganz dem Stil der frühen siebziger Jahre. Die 747, die vor fast 40 Jahren den ersten Dienst zwischen San Francisco und Honolulu aufnahm, trug damals den Namen „Friend Ship“ - so wie der (dann weiter entwickelte) Jumbo, der jetzt den letzten Flug absolviert.

Sitzplätze für diesen One-Way-Flug, der auch die Nummer „United 747“ trägt, können auf united.com oder über die United App reserviert werden. Plätze im Upper Deck sind nicht fest buchbar, United will damit allen mitreisenden Gästen die Möglichkeit bieten, den oberen Teil des Jumbos noch einmal zu erleben. Wer United First Class oder United Polaris Business Class bucht, hat allerdings über ein Losverfahren am Abfluggate die Chance, einen festen Sitzplatz im Oberdeck zu erhalten.

Die letzte Reise beginnt am 7. November um 9 Uhr mit einer Gate-Zeremonie am San Francisco International Airport. Start ist um 11 Uhr mit Ankunft in Honolulu um 14.45 Uhr lokaler Zeit. Dort werden Flugzeug und Passagiere mit besonderen Feierlichkeiten willkommen geheißen. Kunden und Fans der „Queen of the Skies“ können den Hashtag #UA747Farewell für Social Media Posts nutzen.

United Airlines und die Boeing 747 im Rückblick

13. April 1966: Boeing gibt den Bau eines Flugzeugs für 490 Passagiere bekannt. Die Konstruktion der 747 soll im Juni in einer neuen Montagehalle in Everett im US-Bundesstaat Washington beginnen.

3. Januar 1967: Die ersten Mitarbeiter für die Produktion der 747 kommen in Everett an. Die 50.000 Mitarbeiter, die das größte zivile Flugzeug der Welt bauen werden, erhalten den Beinamen „The Incredibles“ (die Unglaublichen), denn sie schaffen es, den Traum vom ersten Jumbo-Jet binnen nur 16 Monaten zu verwirklichen.

30. September 1968: Die erste Boeing 747-100 mit dem Namen „City of Everett“ rollt aus den Werkshallen in Washington, bemalt in den Farben von insgesamt 27 Airlines, die den Großraumjet bereits bestellt hatten, darunter auch United.

9. Februar 1969: Die Boeing 747-100 absolviert ihren Erstflug.

21. Januar 1970: Die B747 unternimmt bei Pan American World Airways den ersten kommerziellen Flug von New York nach London.

26. Juni 1970: Continental Airlines ist eine der ersten Fluggesellschaften, die die B747 im US-Inlandsverkehr einsetzt. Darunter für Flüge von Chicago nach Los Angeles und weiter nach Honolulu.

26. Juni 1970: United Airlines erhält mit einer großen Taufzeremonie ihre erste Boeing 747-100

23. Juli 1970: United unternimmt den ersten kommerziellen B747-Flug mit einem Service von San Francisco nach Honolulu.

Januar 1977: Eine modifizierte Boeing 747-100 wird an die NASA ausgeliefert. Sie dient als Trägerflugzeug für den Space Shuttle.

22. April 1985: United gibt das Interesse am Kauf der Pan Am Routen bekannt samt der elf Boeing B747SP-Flugzeuge, die auf diesen Strecken verkehren. Die 747SP ist ein um etwa 15 Meter kürzeres Modell und kann höher, schneller und weiter fliegen als das Standardmodell B747.

29./30. Januar 1988: Die „Friendship One“, eine Boeing 747SP, die United gehört, unternimmt einen Rund-um-die-Welt-Flug in der Rekordzeit von 36 Stunden, 54 Minuten und 15 Sekunden. Dieser Sonderflug mit Ticketkosten ab 5.000 US-Dollar bringt 500.000 US-Dollar für die Friendship Foundation ein, eine Stiftung, die bedürftige Kinder in aller Welt unterstützt. Unter den Gästen an Bord waren der Astronaut Neil Armstrong, der berühmte Testpilot Bob Hoover, Generalleutnant Laurence C. Craigie und Moya Lear, die Witwe des Lear-Jet-Gründers Bill Lear.

Juni 1989: United Airlines erhält die erste B747-400 mit vergrößerter Reichweite.

23. August 1990: Die erste von zwei modifizierten Boeing 747-200B kommen zur Air Force. Sie stehen ausschließlich für die Flüge des Präsidenten zur Verfügung. Unter dem Namen „Air Force One“ fliegen sie noch heute für den Präsidenten. Die Jumbos lösten ihre Vorgängerin, die Boeing 707-320B ab, die fast 30 Jahre im Dienst der Regierung stand.

September 1996: Eine B747SP, die bislang bei United flog, wurde für die NASA zu „SOFIA“ umgebaut – das steht für Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy. SOFIA hat ein 17 Tonnen schweres Infrarot-Teleskop an Bord, das hinter einer großen Schiebetür im Rumpf des Flugzeugs montiert ist.

28. Juni 2014: Boeing liefert die 1.500. B747 aus. Der Jumbo ist damit das erste Großraumflugzeug weltweit, das jemals solch hohe Produktionszahlen erreichte.

11. Januar 2017: United gibt die Außerdienststellung der Boeing 747-400-Flotte für das letzte Quartal 2017 bekannt.

28. Juli 2017: United arrangiert einen Sonderflug von Chicago O´Hare nach San Francisco, damit Freunde der B747 diesem legendären Flugzeug Good-bye sagen können.

29. Oktober 2017: Die B747 ist letztmals im internationalen Verkehr im Einsatz, und zwar auf der Route von Seoul nach San Francisco.

7. November 2017: United stellt die Boeing 747 außer Dienst mit einer speziellen Zeremonie: Flugzeug und Crew sind im Retro-Design ausgestattet. Mit einem Flug von San Francisco nach Honolulu erinnert die Airline an die Anfänge des Jumbo-Zeitalters in den Siebzigern.

Über United Airlines

United Airlines und United Express verfügen über rund 4.500 Flüge am Tag zu 338 Airports auf allen Kontinenten. Im Jahr 2016 beförderten United und United Express auf über 1,6 Millionen Flügen mehr als 143 Millionen Passagiere. United ist stolz auf das weltweit umfangreichste Streckennetz mit US-Hubs in Chicago, Denver, Houston, Los Angeles, New York/Newark, San Francisco und Washington, D.C. United betreibt eine Kernflotte von insgesamt 748 Jets, der Regionalpartner United Express verfügt über 475 Flugzeuge. Die Airline ist Gründungsmitglied der Star Alliance, die mit insgesamt 28 Mitgliedsgesellschaften Flugverbindungen zu 190 Ländern bietet. Weitere Informationen auf united.com sowie über Twitter (@United) und Facebook. Die Anteile der Muttergesellschaft des Unternehmens, der United Continental Holdings, Inc., werden an der NYSE unter dem Kürzel UAL gehandelt.

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