Erstellt am: 09.03.2012, Autor: bgro

Skyguide optimiert Routennetzwerk

SkyGuide

Die Schweizer Flugsicherung skyguide hat am Donnerstag zehn direktere Transitrouten eingeführt. Dadurch können pro Tag durchschnittlich rund 1000 Kilometer Flugstrecke eingespart werden.

Gleichzeitig wurde ein Teil der Flugrouten entflochten, was die Überwachung des Verkehrs vereinfacht. Die Optimierung des bestehenden Routennetzwerks steht in Zusammenhang mit den laufenden Arbeiten zur Harmonisierung des europäischen Luftraumes.

Die Einführung von effizienteren Transitrouten kam dank der Zusammenarbeit im Rahmen des FABEC (Functional Airspace Block Europe Central) zu Stande. Die Flugsicherungsorganisationen von Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und der Schweiz arbeiten seit mehreren Jahren an der Bildung eines gemeinsamen Luftraums. Die FABEC-Partner und Eurocontrol, die europäische Dachorganisation für die Sicherheit der Luftfahrt, identifizierten 50 häufig benutzte Verkehrsverbindungen zwischen Hauptflughäfen, die für die Luftraumbenutzer bisher mit grösseren Umwegen verbunden waren, mit dem Ziel, diese zu optimieren. Dazu gehören beispielsweise die Routen zwischen Amsterdam und Madrid oder zwischen Paris und München.
"Wir freuen uns, einen Beitrag zur Optimierung der Hauptverkehrsstrecken im FABEC leisten und unseren Kunden direktere Transitrouten anbieten zu können. Gleichzeitig wurde das bestehende Routenetzwerk entflochten, was unsere FlugverkehrsleiterInnen entlastet", erklärt Xavier Heinzer, Leiter Flugsicherung Zürich. Die kürzeren Transitrouten werden jeden Tag von durchschnittlich über 550 Flugzeugen genutzt. Dadurch können täglich rund 1000 Kilometer Flugstrecke und über 3 Tonnen Kerosin eingespart werden. Dies führt zu tieferen Kosten für die Fluggesellschaften und zu geringeren CO2-Emissionen, was der Umwelt zu Gute kommt.

Wie bei solchen Umstellungen im Betrieb üblich, wird die Kapazität im betroffenen Luftraum über dem östlichen Teil der Schweiz aus Sicherheitsgründen anfangs reduziert und erst im Laufe der nächsten Tagen schrittweise wieder erhöht. Um Verspätungen zu vermeiden, werden im Kontrollzentrum in Wangen bei Dübendorf vorübergehend mehr FlugverkehrsleiterInnen eingesetzt.

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