Erstellt am: 09.08.2010, Autor: rk

Skyguide meldet Erholungszeichen

CR Skyguide

Im ersten Halbjahr 2010 kontrollierte skyguide 555 603 zivile Flüge, das sind 1,0 Prozent weniger als in der gleichen Vorjahresperiode. Im Juni 2010 sind deutliche Anzeichen einer Erholung sichtbar.

Der Verkehr hat sich über die ersten sechs Monate nicht in allen Bereichen des Luftraums gleich entwickelt, weshalb trotz des allgemeinen Verkehrsrückgangs gegenüber 2009 eine Einbusse bei der Pünktlichkeit zu verzeichnen ist. Nach dem anhaltenden Verkehrsrückgang im Januar und Februar 2010 konnte im März bereits eine erste Verkehrszunahme von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Im April und Mai 2010 führte der Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull in Island zu einem spürbaren Verkehrseinbruch. Insgesamt wurden wegen der Aschewolke rund 16 400 Instrumentenflüge[1] um den Schweizer Luftraum umgeleitet oder annulliert. Im Juni verzeichnete skyguide einen Verkehrszuwachs von insgesamt 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was darauf schliessen lässt, dass langsam eine Erholung einsetzt.
 
Die Instrumentenflüge im ersten Semester 2010:
 

 
 
Januar-Juni  2010
Januar-Juni  2009
09 -10
Instrumentenflüge
 
555 603
561 379
- 1.0%
davon Transitverkehr
 
333 653
342 008
- 2.4%


Der Transitverkehr im von skyguide kontrollierten Luftraum ging im ersten Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,4 Prozent zurück. Dies ist hauptsächlich auf schlechte Wetterverhältnisse, Streiks und den Vulkanausbruch zurückzuführen. Bei der An- und Abflugkontrolle hingegen verzeichnete skyguide im ersten Semester 2010 einen Zuwachs von 1,2 Prozent.
Der bisherige Spitzentag in diesem Jahr war der 25. Juni mit 3 854 kontrollierten Flügen, das sind deutlich mehr als am Spitzentag des ersten Halbjahres 2009 (mit 3 737 Flügen am 29. Mai 2009).
 
Grössere Nachfrage in Spitzenzeiten

Die Verkehrsentwicklung in den einzelnen Bereichen des von skyguide kontrollierten Luftraumes verlief nicht linear. In einzelnen Luftraum-Einheiten überstieg die Nachfrage in Spitzenzeiten teilweise die verfügbare Kapazität, was Einbussen bei der Pünktlichkeit zur Folge hatte[2].
Insgesamt wurden gegenüber dem ersten Semester des Vorjahres 19,3 Prozent mehr verspätete Flüge verzeichnet. Diese Entwicklung wurde begünstigt durch die überdurchschnittlich schlechten Wetterverhältnisse, die zeitweise Kapazitätseinschränkungen bedingten, sowie die Einführung der Neuorganisation des oberen Luftraumes im östlichen Teil der Schweiz im Juni 2010. Wie bei grösseren Umstellungen im Flugsicherungsbetrieb üblich, wurde die Kapazität aus Sicherheitsgründen anfangs reduziert und erst nach und nach wieder erhöht. Mittelfristig wird skyguide jedoch dank der neuen Strukturierung im oberen Luftraum mehr Kapazität anbieten und somit den zukünftigen Verkehrszuwachs ohne Verspätungen abwickeln können. Erste positive Effekte sind bereits spürbar.
 
[1] Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR) finden im kontrollierten Luftraum statt und beanspruchen die Dienste der Flugsicherung für ihren sicheren und effizienten Ablauf.
[2] Um eine sichere Verkehrsabwicklung zu gewährleisten, ist für jede Luftraum-Einheit (sog. Sektoren) eine maximale Anzahl Flüge pro Stunde definiert. Übersteigt die Anzahl erwarteter Flüge die vorgegebene Kapazität, dann wird der Zeitpunkt des Abfluges einzelner Flüge in Absprache mit der europäischen Verkehrsflusssteuerung zeitlich nach hinten verlegt. Dies führt dann jeweils zu Verspätungen.
 

Skyguide

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