Erstellt am: 25.10.2014, Autor: rk

Premium AEROTEC startet A350-1000 Produktion

Premium Aerotec, Baubeginn A350-1000

Premium AEROTEC hat am 22. Oktober 2014 die Produktion seines Anteils an dem Airbus A350-1000 gestartet.

Am Standort Nordenham wurde begonnen, die ersten Kohlenstofffaserverbundwerkstoff (CFK) Bahnen einer Rumpfschale zu legen. Die Produktion in Augsburg wird planmäßig bald nachziehen. Im Beisein von mehr als 200 Mitarbeitern wurde am 22. Oktober im Rahmen einer Feierstunde die Produktion in Betrieb genommen: Eine hochautomatisierte Legemaschine legte die ersten CFK-Schichten, aus denen nach dem Aushärten in einem besonderen Ofen (Autoklav) eine Rumpfschale wird. Diese werden später zu Rumpfsektionen zusammengefügt. Mit dem A350 XWB bietet Airbus erstmals ein weitgehend aus CFK gefertigtes Flugzeug an und Premium AEROTEC ist einer der größten Zulieferer für die neuen CFK-Rümpfe. Während die Version A350-900 mit knapp 67 Meter Länge bereits zugelassen ist und bald erstmals ausgeliefert wird, beginnt nun auch die Produktion des rund sieben Meter längeren Schwestermodells A350-1000.

Premium AEROTEC produziert an seinem Standort Nordenham die vollständige vordere Rumpfsektion 13/14, die anschließend per Schiff zu Airbus in Hamburg geliefert wird. In Augsburg stellt Premium AEROTEC die Seitenschalen des hinteren Rumpfes (Sektion 16/18), die Fußbodenstruktur und die Druckkalotte her. Die vordere und hintere Rumpfsektion der größeren A350-1000 sind jeweils über drei Meter länger als bei der -900. Die statischen Auswirkungen machten bedeutende konstruktive Veränderungen notwendig.

Mit der Version A350-1000 werden auch zwei wichtige Innovationen eingeführt: Erstmals in einem zivilen Verkehrsflugzeug kommt eine Türrahmenstruktur aus CFK zum Einsatz, die ebenfalls bei Premium AEROTEC entwickelt und gefertigt wurde. Außerdem führten Veränderungen im Produktionsverfahren (Ablegeverfahren) zu einer bedeutenden Verkürzung der Produktionszeit.

Die CFK-Außenhaut des Rumpfs der A350 XWB zeichnet sich durch ihr geringes Gewicht und ihre Korrosionsfreiheit aus. Die Fertigung der hochkomplexen Rumpfstruktur in Leichtbauweise für die A350 XWB umfasst die weitgehend automatisierte Herstellung der Außenhaut mit einer Harzfaser-Legemaschine (Fiber-Placement-Anlage) sowie das Aushärten im Druckofen (Autoklav). In Nordenham erfolgen diese Arbeitsvorgänge sowie die weiteren Montageschritte in drei eigens dafür errichteten und insgesamt rund 30.000 Quadratmeter großen A350-Produktionshallen.

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: Airbus A320neo abgehoben. CSeries wieder im Flugtestprogramm. General Aviation Absatz erholt sich. Airbus A350 ist zugelassen.

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