Erstellt am: 01.02.2008, Autor: rk

Korean Air mit Verlust unterwegs

Korean Air Boeing 747

Korean Air fuhr wegen den höheren Treibstoffpreisen und der schwachen südkoreanischen Währung Won (KRW) einen grösseren Verlust als erwartet ein.

Die Aussichten für den weltgrössten Luftfrachtunternehmer sind eigentlich gut dieses Jahr: Der Unternehmer kann die Treibstoffkosten mit Zuschlägen kompensieren und wird auch dank den Olympischen Spielen in Peking von der gesunden Nachfrage nach Überseebewegungen aus der viertgrössten Wirtschaft Asiens profitieren, meinen Analysten. „Die Nachfrage nach Überseereisen wird wahrscheinlich zunehmen, unterstützt von den Olympischen Spielen und einem möglichen Erlass von Visa-Anforderungen in den USA. Die schleppende Wirtschaft ist ein wichtiger Faktor, aber er wird dank dem steigenden Volkseinkommen dem Personenverkehr keinen Schaden zufügen,“ sagte Yang Ji-hwan, ein Analyst der Daishin Securities.
 
 
Die steigenden Treibstoffpreise und eine weltweite Konjunkturschwäche könnten das Bild trüben und auch der steigende Wettbewerb zwischen günstigen Frachtunternehmern, vor allem mit chinesischen Fluglinien, wird wahrscheinlich den Gewinn der Koran Air schmälern, sagen Analysten.
Für das vierte Quartal des letzten Jahres gab Korean Air einen Nettoverlust von 35 Milliarden KRW (37 Millionen US-Dollar) bekannt. Im Vorjahr machten sie noch einen Gewinn von 114 Milliarden KRW und im dritten Quartal 2007 einem Gewinn von 132 Milliarden KRW. Der Betriebsgewinn von Oktober bis Dezember betrug 129 Milliarden KRW und lag damit tief unter dem Gewinn von 143 Milliarden KRW ein Jahr zuvor und auch unter jenem der zwischen Juli bis September von 281 Milliarden. 

Korean Air verbrauchte im vierten Quartel 2 Prozent mehr Treibstoff als vor einem Jahr, das in einer Zeit, in der Treibstoffpreise um 25 Prozent angestiegen sind. Der Treibstoff macht als grösster Einzelkostenfaktor des Unternehmens bis zu 30 Prozent seiner Betriebskosten aus. Wegen der hohen Ölpreise erlaubte Südkorea der Korean Air ihre Treibstoffzuschläge auf internationale Flüge ab Januar mehr als zu verdoppeln.

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