Erstellt am: 31.08.2012, Autor: rk

ILA 2012 zeigt Flugzeuginnenraum der Zukunft

ILA 2010, Emirates Airbus A380

Mehr individueller Platz für Passagiere, neue, personalisierbare Unterhaltungs- und Informationskonzepte an Bord und beispiellose Sauberkeit in den Sanitärbereichen der Kabine: So stellen sich Konstrukteure den Flugzeuginnenraum der Zukunft vor.

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) präsentiert auf der ILA 2012 ein gemeinsames Konzept für den Flugzeuginnenraum der Zukunft, das vom verbandseigenen Kompetenznetzwerk „Cabin / Cargo" realisiert wurde. Vom 11. bis 16. September werden am BDLI-Stand in Halle 2 unter dem Leitmotiv „Imagine…Innovations flying tomorrow" fünf zukunftsweisende Kabinenlösungen vorgestellt. Sie sind das Ergebnis eines in dieser Form bislang einmaligen gemeinschaftlichen Ansatzes, in dessen Rahmen Airbus und internationale Partner eine gemeinsame Vision für die Flugzeugkabine von morgen erarbeitet haben.
 
Als Reaktion auf die Bedürfnisse des Marktes entwickelten die Projektbeteiligten gemeinsam einen integrierten Lösungsansatz, der das Reiseerlebnis bereichert und den Komfort an Bord erhöht. Ziel des Ansatzes war es, die Entwicklung, Konstruktion, Produktion und Anpassung zukünftiger Flugzeugkabinen- und Frachtsystemlösungen frühzeitig zu optimieren. Dazu wurde besonders auf die verschiedenen Technologien und Schlüsselkompetenzen zurückgegriffen, die in der deutschen Luftfahrtbranche vorhanden sind. Am BDLI-Stand greift eine visuelle Tour die zentralen Aspekte heraus, die Passagiere im Flugzeuginnenraum von morgen erleben können. Schwerpunkt der Multimedia-Präsentation bilden dabei folgende Themen:
 
Maximum Space Architecture stellt sicher, dass der Platz in der Kabine ausschließlich und optimal für Passagiere genutzt wird, in dem zum Beispiel zweistöckige Layouts und eine adaptierte Bodenarchitektur ausreichende Laufhöhe und bestmögliche Raumausnutzung auf zwei Etagen – auch in kleineren Rumpfquerschnitten – ermöglichen.
 
Storage Management setzt auf intelligente Systeme für ein durchdachtes Handgepäck-Management an Bord, beispielsweise dadurch, dass Handgepäck beim Betreten der Kabine in einen sogenannten “Luggage Revolver“ abgelegt und automatisch dezentral im Flugzeugrumpf verstaut wird, aber jederzeit im Flug vom Eigentümer abgerufen und entnommen werden kann.
 
Hygiene Lavatory garantiert maximale Sauberkeit und bietet individuelle Servicemöglichkeiten, indem zum Beispiel selbstreinigende, in Textur und Farbe optimal für eine starke Nutzung optimierte Oberflächen zum Einsatz kommen.
 
Das Prinzip Active Surfaces bedeutet in der Wahrnehmung des Passagiers eine nahtlose, visuelle und haptische Gestaltung des Kabineninnern, in der Oberflächen mit zusätzlichen Funktionen zum Nutzen des Passagiers belegt werden können und eine gesamte Kabine – zum Beispiel im Look & Feel einer Airline – „bespielt“ werden kann.
 
Connectivity Cloud optimiert das Informations- und Unterhaltungsangebot für Fluggäste an Bord dadurch, dass individuelle Verbindungen zu persönlichen Web Clouds ununterbrochen hergestellt werden können und Passagiere im Flug auf personalisierte Daten zugreifen können und individuelle Reisedienste in Anspruch nehmen können.

Die so genannte Design Vision innerhalb der Arbeitsgruppe wurde vom Airbus Team von Cabin & Cargo entwickelt und vom Airbus Industrial Design Team umgesetzt.

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: Saab produziert weitere Querrudersätze für A320 Familie. A400M mit provisorischer Musterzulassung. F-35 wird teurer. A380 Antrieb wird sparsamer. Briten kaufen nun doch F-35B.

Kommentare

Anzeige
FliegerWeb on Facebook:
empfohlen
 
 

Back to Top