Erstellt am: 16.04.2012, Autor: bgro

Hamburg Airport startet 9. Lärmschutzprogramm

Hamburg Airport

Hamburg Airport startet gemeinsam mit dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und der Landesregierung von Schleswig-Holstein das 9. Lärmschutzprogramm.

Hintergrund ist die Novellierung des Fluglärmgesetzes (FluLärmG) aus dem Jahr 1971, die 2007 durch den Bundesgesetzgeber beschlossen wurde. Seitdem waren die Landesregierungen aufgefordert, den neuen Lärmschutzbereich zu definieren. Nachdem die notwendigen und umfangreichen Berechnungsgrundlagen geschaffen waren, wurden die neuen Schutzzonen in Hamburg und Schleswig-Holstein im Januar/Februar 2012 durch die jeweiligen Fluglärmschutzverordnungen verabschiedet und sind Mitte April in Kraft getreten.
 
Nach dem Fluglärmgesetz haben Anwohner in der neuen Tag-Schutzzone 1 und der ebenfalls neuen Nacht-Schutzzone Anspruch auf Erstattung von Aufwendungen für bauliche Schallschutzmaßnahmen. Dies beinhaltet Schalldämm-Maßnahmen an den Umfassungsbauteilen von Aufenthaltsräumen, wie den Einbau von Schallschutzfenstern oder die Dämmung von Dächern, als auch die Installation von Schalldämmlüftern in Schlafräumen. 
 
„Ein großer Teil der Gebäude in den Lärmschutzzonen ist bereits durch unsere bisherigen Programme mit Schallschutzfenstern und Schalldämmlüftern ausgestattet“, sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. Er weist damit auf die insgesamt acht Lärmschutzprogramme hin, die der Flughafen in den vergangenen 30 Jahren in seiner Nachbarschaft bereits umgesetzt hat. Rund 38 Millionen Euro hat Hamburg Airport in diese Lärmschutzprogramme investiert.
 
Hamburgs Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Jutta Blankau, begrüßt das neue Lärmschutzprogramm. „Lärm gehört zu den größten Umweltproblemen in dichtbesiedelten Regionen. Das neue Lärmschutzprogramm des Hamburger Flughafens gibt jetzt noch mehr Hamburgern die Möglichkeit, Zuschüsse für Lärmschutzmaßnahmen an ihren Wohnungen und Häusern zu beantragen und sich so besser gegen Fluglärm zu schützen.“
 
Schleswig-Holsteins Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf sagte: „Ich freue mich, dass der Lärmschutz für die Bevölkerung im Umfeld des Hamburger Flughafens verbessert wird. Wir haben wichtige Grundlagen hierfür neu geschaffen. Mein Dank gilt auch der Flughafen Hamburg GmbH, die ihr Interesse am Thema Lärmschutz durch die vorzeitige Umsetzung ihrer Verpflichtungen aus dem Fluglärmgesetz zeigt und damit signalisiert, beim Lärmschutz der betroffenen Bevölkerung auch in Schleswig-Holstein weiterhin entgegen zu kommen.“
 

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