Erstellt am: 11.05.2009, Autor: psen

Embraer erwartet langandauernde Auswirkungen der Krise

Embraer Lineage 1000

Frederico Curado, CEO der Flugzeugherstellerin Embraer, glaubt, dass die aktuelle Wirtschaftskrise der Luftfahrtindustrie mehr schadet als die Anschläge von 9/11.
Curado erwartet keine Verbesserung der Lage auf dem kommerziellen Jet Markt vor 2011. Beim Business Jet Segment rechnet er sogar mit einer Frist von sechs Jahren, bis sich die Firmen von der Kreditkrise erholt haben werden und sich wieder den Luxus eines Privatsjets gönnen. Embraer befindet sich mit einigen ihrer Kunden in Gesprächen über mögliche Stornierungen oder Verschiebungen ihrer Bestellungen. Erst letzte Woche hatte die chinesische Hainan Airlines einen Auftrag für 50 ERJ 145 Regionaljets um die Hälfte reduziert und Embraer gebeten, die restlichen Lieferungen bis zur 1. Jahreshälfte 2011 zurück zu behalten. Um der Krise zu entgegnen, hat Embraer in verschiedenen Bereichen offensive Kostenkürzungen durchgeführt. Im Februar hat sie mehr als 4.000 Angestellte beurlaubt oder 20 Prozent ihrer Arbeitskräfte. Um ihre Abhängigkeit vom kommerziellen und Business Luftfahrtsmarkt zu reduzieren, hat die Flugzeugherstellerin in den letzten Jahren viel in die Entwicklung von Militärflugzeugen investiert. Sie hofft bis 2016 15 Prozent der Gesamteinnahmen damit erzielen zu können.

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: IATA sieht Besserung. Cessna Columbus, Entwicklung wird ausgesetzt. Piper weiterverkauft. Austrian mit grossem Verlust unterwegs. A380 Produktion wird revidiert.

 

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