Erstellt am: 15.08.2017, Autor: js

Deutsche Flughäfen präsentieren Halbjahreszahlen

Flughafen Frankfurt

Flughafen Frankfurt (Foto: Fraport)

Der Flughafenverband ADV legt seine Verkehrszahlen für das erste Halb­jahr 2017 vor, die Flughäfen in Deutschland konnten kräftig zulegen.

Von Januar bis Juni wurden an den 22 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland fast 110 Mio. Passagiere (an+ab) gezählt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg das Fluggastaufkommen damit um 6,4 Prozent. Die Luftfracht wächst im Wechselspiel mit den guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahresverlauf mit 6,8 Prozent auf 2.367.201 Tonnen außerordentlich gut. Der Luftverkehrsmarkt bleibt jedoch volatil.

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel erklärt: „Die Flughäfen befinden sich auf einem stabilen Wachstumskurs. Ein vergleichbares Wachstum in den Kennzahlen für das erste Halbjahr gab es seit sechs Jahren nicht mehr.“

Treiber  war im ersten Halbjahr der Interkontverkehr, der um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum anstieg.

 Der Europaverkehr entwickelt sich mit einem Zuwachs von 7,1 Prozent erfreulich.

 Der innerdeutsche Verkehr liegt mit 2,4 Prozent ebenfalls im Plus.

Der Interkontverkehr weist aufgrund des deutlichen Ausbaus der touristischen Angebote die höchste Wachstumsrate in den drei Marktsegmenten auf. Dazu Beisel: „Die internationalen Verkehre werden durch den Angebots- und Preiswettbewerb der Airlines befördert. Nur die Anbindung an die asiatischen Wachstumsmärkte bleibt hinter den Erwartungen zurück. Ursächlich sind hier fehlende Verkehrsrechte. Dort, wo sich Marktkräfte ohne regulatorische Hürden liberal entwickeln können, wird die Nachfrage stimuliert. Dies trifft z. B. auf die Nord-Atlantik-Verbindungen zu. Im Europaverkehr profitieren die Passagiere, vor allem die preissensibleren Privatreisenden, von den Angebotsausweitungen der Low Cost-Carrier“, erläutert Beisel.

Sommerflugplan 2017 – mehr europäische und interkontinentale Verbindungen von deutschen Flughäfen

Die positive Verkehrsentwicklung zeigt sich auch im Sommerflugplan 2017. Privat- wie Geschäftsreisende profitieren von einer verbesserten Konnektivität der Flughäfen.

Der Sommerflugplan bietet insgesamt 145 neue europäische und 32 neue interkontinentale Verbindungen an. Die Zahl der Direktverbindungen von deutschen Flughäfen im aktuellen Sommerflugplan 2017 steigen um 58.

„Konnektivität ist die Währung der Flughäfen. Die internationalen Verkehrsflughäfen sind und bleiben Deutschlands Tore zur Welt“, resümiert Ralph Beisel. Im aktuellen Sommerflugplan bieten ausländische Airlines 101 und deutsche Fluggesellschaften 76 neue Verbindungen an. Ein Vergleich der Sommerflugpläne 2015/16 zu 2016/17 zeigt, dass 119 Verbindungen nicht wiederaufgenommen wurden. 74 Verbindungen wurden von deutschen Airlines aus dem Flugplan genommen und 45 von ausländischen Airlines. „Verbindungen einzustellen, ist eine normale Reaktion auf Marktentwicklungen und zugleich ein Beleg des aktuellen Konsolidierungsprozesses in der deutschen Airlinewelt“, so Beisel.

Trotz der positiven Trendentwicklung spüren die deutschen Flughäfen die hohe Volatilität im Luftverkehrsmarkt. „Konkurrierende europäische Luftverkehrsstandorte legen im Interkontinentalverkehr teilweise zweistellig zu. Hemmende Wirkung der politischen Rahmenbedingungen in Deutschland, Airlines auf Konsolidierungskurs und die harte Konkurrenz im internationalen Standortwettbewerb verhindern im Zusammenspiel eine vergleichbare Verkehrsentwicklung. Das Luftverkehrskonzept des Bundesverkehrsministeriums hat wichtige Vorschläge zur Stärkung der deutschen Luftverkehrswirtschaft unterbreitet und sollte Vorlage für die nächste Bundesregierung sein“, fordert Beisel abschließend.

ADV

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