Erstellt am: 28.06.2012, Autor: rk

Airberlin fordert Abschaffung der Luftverkehrssteuer

Steuern

Vor der Beratung des Bundeskabinetts zur Luftverkehrssteuer hat Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft erneut die Abschaffung der 2011 eingeführten Sonderbelastung gefordert.

Durch die inzwischen mehrfach nachgewiesene kontraproduktive Wirkung der Steuer sei es dringend geboten, Korrekturen vorzunehmen und die Abgabe jetzt, ähnlich wie vor Jahren in den Niederlanden, ersatzlos zu streichen.
 
„Eine Steuer im nationalen Alleingang ist im globalisierten Luftverkehr das falsche Instrument zur falschen Zeit“, sagte airberlin CEO Hartmut Mehdorn. „Andere Staaten suchen angesichts der europäischen Krise der Luftfahrt und der Eurokrise vielmehr nach Wegen, der eigenen Industrie zu helfen. Auch die Bundesregierung hat die Verantwortung, schwere Sonderlasten von den Schultern der deutschen Airlines zu nehmen. Diese Steuer kostet Deutschland Wachstum und Arbeitsplätze. Darum ist die Bundesregierung jetzt aufgefordert, die Luftverkehrssteuer wieder abzuschaffen.“
 
Verschiedene Studien hatten zuvor die überproportionale und einseitige Belastung deutscher Fluggesellschaften durch die Abgabe bestätigt. Gleichzeitig wurde die Abwanderung deutscher Passagiere zu ausländischen Flughäfen nachgewiesen, was zu Wachstumseinbußen und Umsatzverlusten an hiesigen Luftverkehrsstandorten führte. Experten sind sich darüber hinaus einig, dass von der Abgabe keine ökologische Wirkung ausgeht. Im Gegenteil: Dadurch werden Arbeitsplätze vernichtet und den Luftfahrtunternehmen die Finanzkraft für dringend notwendige umweltschonende Investitionen genommen. Der Einsatz umweltfreundlicher Technologien und hochmoderner Flugzeuge, wie sie airberlin mit ihrer sehr jungen Flotte im Alter von durchschnittlich fünf Jahren betreibt, wird aktuell nicht honoriert. Damit entfällt auch unter technologischen Gesichtspunkten jegliche positive Lenkungswirkung der Luftverkehrssteuer.

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