Erstellt am: 25.06.2014, Autor: rk

Accident Debrief: Asiana Boeing 777 Absturz

NTSB, Asiana Boeing 777 Crash

Die US amerikanische Transportbehörde NTSB hat am 24. Juni 2014 die Unfallursache für den Boeing 777-200 Absturz der Asiana Airlines in San Franzisco bekanntgegeben.

Was in Fachkreisen vermutet wurde, hat sich nun bestätigt. Die Absturzursache vom 6. Juli 2013 ist auf einen Pilotenfehler zurückzuführen. Die Boeing 777 war zum Unfallzeitpunkt voll funktionsfähig und arbeitete so, wie es bei einem Nichtpräzisionsanflug von einer Boeing 777 zu erwarten war.
Die drei Piloten versäumten es, den Anflug frühzeitig zu stabilisieren und die Anfluggeschwindigkeit richtig zu überwachen, das Flugzeug war im Endanflug gut 30 Knoten (54 km/h) zu langsam. Das Durchstartverfahren wurde viel zu spät und nicht konsequent genug durchgeführt. Die Maschine flog zu diesem Zeitpunkt bereits unter einer Höhe von 100 Fuß (30 Meter).
Das Heckteil der Boeing 777 touchierte in der Schlussphase des Anfluges mit hohem Anstellwinkel die Hafenmauer und brachte das Großraumflugzeug kurz vor der Landung zum Absturz. Glücklicherweise wurden bei diesem Unfall nur drei Menschen getötet. An Bord der Boeing 777 befanden sich neben 16 Besatzungsmitgliedern 291 Passagiere.
Die Cockpit Crew hätte den Unfall vermeiden können, indem sie frühzeitig ein Durchstartverfahren eingeleitet hätte, da der Anflug auf einer Höhe von 500 Fuß (153 Meter) über dem Boden immer noch nicht sauber stabilisiert war.
Asiana wurde angewiesen, ihre Piloten in vielen Belangen der Flugoperation besser auszubilden und zu trainieren.
Capt. Robert Kühni

FliegerWeb Wochenschau mit folgenden Themen: Boeing meldet starke Zahlen. Airbus mit neuem Auslieferungsrekord. CSeries erfährt weitere Verzögerung. Rafale wird noch leistungsfähiger. Indien lässt Airbus A380 zu.

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