Autor: ek

Tupolev ANT- 31 (I-14)

Tupolev ANT- 31 (I-14)
!931 forderte das Oberkommando der Luftflotte ein modernen Eindecker mit Einziehfahrwerk für höchste Geschwindigkeiten bei optimaler Wendigkeit in Gemischtbauweise. Der Entwicklungsauftrag ging an das Konstruktionsbüro Polikarpovs, das dafür die berühmte I-16 entwickelte. An das ZAGI ging der Auftrag einer Parallelentwicklung in Ganzmetallbauweise. Die Konstruktionsgruppe unter der Leitung von P.O. Sukhoi erhielt den entsprechenden Auftrag und begann im Frühsommer 1932 mit den Entwicklungsarbeiten. Der Entwurf sah einen Ganzmetall-Tiefdecker mit einem Trapezflügel großer Streckung, einem einziehbaren Heckspornfahrwerk und einer geschlossener Kabine vor. Das trapezförmige Seitenleitwerk war außergewöhnlich schmal und hoch. Das Höhenleitwerk war in Mitte des Seitenleitwerks angebracht und nach unten hin mit je einer V-Strebe abgestützt, während nach oben je ein Spannseil angebracht waren. Als Triebwerk wurde der Wright ?Cyclone F-3? vorgesehen, der mit einer eng anliegenden NACA-Haube verkleidet war. Als Bewaffnung sah man zwei rückstoßfreie Kanonen APK 11 und zwei 7,62 mm Maschinengewehre ShKAS vor. Die Verkleidung erfolgte mit Glattblech, lediglich die Höhenruder waren mit Wellblech verkleidet. Der Entwurf wurde vom Oberkommando der Luftflotte bestätigt und in einem Vertrag vom 23. Mai 1933 wurden zwei Prototypen bestellt. Der erste Prototyp wurde mit einem Bristol ?Mercury? 9 Zylinder Sternmotor mit 500 PS Startleistung ausgerüstet, da der Wright ?Cyclone? noch nicht verfügbar war. Auch verfügte der Prototyp nicht über das Einziehfahrwerk, sondern war mit festen Kufen ausgestattet. Die Kabine war ebenfalls noch offen ausgeführt. Der Erstflug fand am 24.November 1933 statt. Bei der anschließenden Flugerprobung erzielte die ANT-31 sehr ansprechende Flugleistungen, so dass im Frühjahr 1934 eine Serie von 100 Maschinen mit der militärischen Kennzeichnung I-14 in Auftrag gegeben wurde. Als Triebwerk sollte der als M-22 in Lizenz gebaute Gnome Rhone 9 verwendet werden. Die Serienflugzeuge erhielten das Einziehfahrwerk, das wegen seiner geringen Spurweite zu vielen Landeunfällen führte, und die geschlossene Kabine, die aber beim Truppeneinsatz vielfach auf Wunsch der Piloten wieder entfernt wurde. Nachdem der Wright ?Cyclone? lieferbar war, entstand die 1936 Ausführung I-14bis, von der aber nur vier Maschinen gebaut wurden. Die inzwischen ebenfalls erprobte Polikarpov I-16 erzielte ebenfalls sehr gute Flugleistungen und war in ihrer Auslegung in Gemischtbauweise mit überwiegender Sperrholzverkleidung wesentlich einfacher und billiger herzustellen. Deshalb reduzierte man den ursprünglichen Auftrag 1935 auf 55 Maschinen, von denen bis zum Ende der Produktion im Herbst 1937 schließlich nur 18 I-14 und I-14 bis hergestellt wurden.
Tupolev ANT- 31 (I-14)
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: Tupolev ANT- 31 (I-14)
Verwendung: Jagdflugzeug
Baujahr: 1935
Besatzung: 1 Mann
Triebwerk: ein luftgekühlter 9 Zylinder Sternmotor M-22 mit festem Zweiblatt-Holzpropeller
Startleistung: 480 PS (353 kW)
Dauerleistung: 450 PS (331 kW) in 4.000 m

Spannweite : 11,20 m
Länge: 6,10 m
größte Höhe: 3,56 m
Propellerfläche: 7,79 m²
Spurweite: 1,65 m
Flügelfläche: 16,80 m²
Flügelstreckung: 6,57
V-Form: +3,3°
Leermasse: 1.169 kg
Startmasse normal: 1.524 kg
Startmasse maximal: 1.675 kg
Tankinhalt: 255 Liter
Flächenbelastung: 99,7 kg/m²
Leistungsbelastung: 3,49 kg/PS (4,74 kg/kW)
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe: 323 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 3.000 m: 414 km/h
Marschgeschwindigkeit in 3.000 m: 270 km/h
Landegeschwindigkeit: 115 km/h
Gipfelhöhe: 7.200 m
Steigleistung: 9,55 m/s
Steigzeit auf 1.000 m: 1,8 min
Steigzeit auf 3.000 m: 6,5 min
Steigzeit auf 5.000 m: 10,6 min
Reichweite normal: 590 km
Reichweite maximal: 850 km
Startstrecke: 160 m
Landestrecke: 240 m
Flugdauer: 3,5 h
Bewaffnung: zwei rückstoßfreie 45 mm Kanonen APK-11 mit je 12 Schuss in den Flügelwurzeln und zwei 7,62 mm Maschinengewehre ShKAS mit je 1.500 Schuss

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