Autor: ek

Reggiane Re 2000 Falco

Reggiane Re 2000 Falco
1938 wurde das sogenannte Programm R durch das italienische Luftfahrtministerium beschlossen, das die Entwicklung eines schnellen, modernen Eindecker-Jagdflugzeuges vorsah, das die im Einsatz befindlichen Doppeldecker Jagdflugzeuge Fiat CR.42 ersetzen sollte. Die Ausschreibung ging an Fiat, hier entstand die G.50, an Macchi, hier entstand die C.200 und an Officine Meccaniche Italiane Reggiane in Reggio. Hier entstand die Re.2000. Der Entwurf von Antonio Alessio und Roberto Longhi sah einen Tiefdecker mit Sternmotor, einziehbarem Heckradfahrwerk, geschlossener Kabine in Gemischtbauweise vor, wobei man sich von der amerikanischen Seversky P-35 inspirieren ließ. Der Prototyp startete am 24.Mai 1939 unter Testpilot M. Bernardi. Im August 1939 übergab man die Maschine der italienischen Luftwaffe zur weiteren Erprobung, die erfolgreich abgeschlossen wurde. Das Luftfahrtministerium bestellte eine erste Serie von 120 Maschinen, deren Bau 1940 begann. Gleichzeitig bot man die Maschine verschiedenen Exportkunden an, von denen Ungarn 70 Stück bestellte und die Lizenz erwarb. 1943 baute die MAVAG 86 und 1944 105 Re.2000 unter der Bezeichnung Heija mit in Ungarn in Lizenz gebauten Rhone 14K (WMK-14) Schweden bestellte 1941 60 Re.2000, die als J.20 flogen. Großbritannien bestellte 300 Stück, der Auftrag wurde erst offiziell mit dem Kriegseintritt Italiens zurückgezogen. 1941 kamen die ersten 28 Maschinen an die italienischen Verbände, wo sie in Sizilien eingesetzt wurden. Die Marine erhielt auch einige Exemplare davon, die sie für den Katapultstart auf ihren schweren Kreuzern und Schlachtschiffen umrüstete. Außer über dem Mittelmeer flogen die italienischen Re.2000 in Nordafrika, während die ungarischen Maschinen neben dem Heimatschutz im Südabschnitt der Ostfront eingesetzt wurden. Schwachpunkt aller Re.2000 war die sehr geringe Bewaffnung, die nur aus zwei Maschinengewehren bestand. Aus der Re.2000 wurden die Re.2001 mit einem 12 Zylinder Reihenmotor DB 601 (Lizenz Alfa Romeo) abgeleitet, von der 252 Maschinen gebaut wurden, die Re.2002 wurde als Jagdbomber mit Piaggio P.XI Sternmotoren 225 mal gebaut. Von der Re.2000 wurden insgesamt einschließlich der ungarischen Lizenzbauten 380 Exemplare hergestellt.
Reggiane Re 2000 Falco
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: Reggiane Re 2000 Falco
Verwendung: Jagdflugzeug
Baujahr: 1940
Besatzung: 1 Mann
Triebwerk: ein luftgekühlter 14 Zylinder Doppelsternmotor Piaggio P.XI RC.40 mit verstellbarem Dreiblatt-Metall-Propeller
Startleistung: 985 PS (725 kW)
Dauerleistung: 920 PS (677 kW) in 4.000 m
Spannweite: 10,97 m
Länge: 7,99 m
größte Höhe: 3,20 m
Propellerdurchmesser: 3,00 m
Propellerfläche: 7,07 m²
Spurweite: 3,10 m
Flügelfläche: 20,4 m²
V-Form: +2°
Leermasse: 2.100 kg
Startmasse normal: 2 840 kg
Startmasse maximal: 2.920 kg
Tankinhalt: 480 Liter
Flächenbelastung: 143,1 kg/m²
Leistungsbelastung: 2,96 kg/PS (4,02 kg/kW)
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe: 460 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 5.700 m: 526 km/h
Marschgeschwindigkeit in 4.000 m: 450 km/h
Landegeschwindigkeit: 130 km/h
Gipfelhöhe: 9.500 m
Steigleistung: 11,4 m/s
Steigzeit auf 1.000 m: 1,5 min
Steigzeit auf 3.000 m: 5,5 min
Steigzeit auf 5.000 m: 9,0 min
Startstrecke: 230 m
Landestrecke: 310 m
Reichweite normal: 920 km
Reichweite maximal: 1.140 km
Flugdauer: 2,5 h
Bewaffnung: zwei 12,7 mm Maschinengewehre Breda-SAFAT mit je 300 Schuss
Bombenlast: 2 x 100 kg

Kommentare

Anzeige
FliegerWeb on Facebook:
empfohlen
 
 

Back to Top