Autor: ek

PZL P-46 Sum

PZL P-46 Sum
Die PZL P-46 war als Nachfolgemuster für die in die Jahre gekommene PZL P-23 gedacht. Mit der Entwicklung wurde1936 eine Konstrukteursgruppe unter Stanislaw Prauss beauftragt. 1936. Basis der Entwicklung war die P-42, die ab April 1936 mit einer einziehbaren Rumpfgondel erprobt wurde. Die Entwicklung verlief zügig und im August 1938 hatte der Prototyp P-46/I seinen Erstflug. Im Vergleich zur P-23 war die Maschine gründlich überarbeitet worden, sie erhielt ein doppeltes Seitenleitwerk wegen des besseren Schussfeldes nach hinten und war für eine Bombenlast von 800 kg vorgesehen. Auf das vorgesehene Einziehfahrwerk verzichtete man allerdings während der Konstruktionsarbeiten, da man vom Nutzen nicht überzeugt war und mit den Problemen der einziehbaren Bodenwanne zu kämpfen hatte, die man von der P-42 übernommen hatte. Die Maschine war eine Ganzmetallkonstruktion, lediglich die Ruder waren stoffbespannt. Den ersten Prototypen stellte man auf dem Pariser Aerosalon 1938 aus, wo er reges Interesse fand. Der zweite Prototyp P46/II, der Anfang März 1939 zum Einfliegen kam, hatte dann einen hydraulischen Einziehmechanismus für die Rumpfgondel erhalten. Am 28.März erteilte die polnische Regierung einen Auftrag über 160 Maschinen ?Sum A?, deren Auslieferung im IV. Quartal 1939 beginnen sollte, wegen der sich verschärfenden politischen Lage wurde der Auftrag auf 300 Exemplare erhöht. Gleichzeitig hatte man den zweiten Prototypen international vorgestellt und es kam ein erster Auftrag über 12 Maschinen aus Bulgarien, allerdings mit einem Gnome-Rhone 14 N21, als ?Sum B? bezeichnet. Interesse zeigten auch Rumänien, die Türkei und Ägypten. Bis zum Kriegsausbruch konnten jedoch keine Serienmaschinen mehr ausgeliefert werden. Die erste Prototyp wurde vor dem Zugriff der deutschen Wehrmacht nach Lwow verlegt, von wo die Maschine als Kurier bis nach Bukarest flog, von dort zurück nach Warschau. Pilot war Stanislaw Riess, Bordschütze Wladislaw Urbanowitsch. Von Warschau aus flog die Maschine am 27.September 1939 nach Kowno in Litauen. Dort verblieb die P-46/I während die beiden Flieger nach Schweden gingen. Die Maschine wurde später von der Roten Armee bei der Besetzung Litauens erbeutet, nach Moskau verbracht und dort ausgiebig getestet. Das Schicksal der anderen Maschinen, die in unterschiedlichen Bauzuständen erbeutet oder zerstört wurden, ist unklar. Insgesamt sollen 17 P-46 gebaut worden sein. Eine Ausführung als zweisitziger Sturzkampfbomber mit einem Reihenmotor Hispano-Suiza 12Z mit 1.550 PS Startleistung und Einziehfahrwerk blieb Projekt.
PZL P-46 Sum
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: PZL P-46 Sum
Verwendung: leichtes Bombenflugzeug
Baujahr: 1939
Besatzung: 3 Mann
Triebwerk: ein luftgekühlter 9 Zylinder Sternmotor PZL- Bristol Pegasus XX B mit Dreiblatt-Metall-Verstellpropeller
Startleistung: 925 PS (689 kW)
Dauerleistung: 815 PS (607 kW) in 4.000 m
Spannweite : 14,60 m
Länge: 10,50 m
größte Höhe: 3,30 m
Propellerfläche: 9,35 m²
Spurweite: 2,60 m
Flügelfläche: 31,52 m²
V-Form: +1°
Leermasse: 1.595 kg
Startmasse normal: 3.240 kg
Startmasse maximal: 3.550 kg
Tankinhalt: 520 Liter
Flächenbelastung: 112,63 kg/m²
Leistungsbelastung: 3,84 kg/PS (5,16 kg/kW)
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe: 382 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 3.600 m: 425 km/h
Reisegeschwindigkeit in 4.000 m: 350 km/h
Landegeschwindigkeit: 135 km/h
Gipfelhöhe: 7.700 m
Steigleistung: 6,3 m/s
Steigzeit auf 1.000 m: 2,7 min
Steigzeit auf 3.000 m: 9,0 min
Steigzeit auf 5.000 m: 15,0 min
Reichweite normal: 1.150 km
Reichweite maximal: 1.300 km
Flugdauer: 4,0 h
Bewaffnung: vier starre 7,62mm Maschinengewehre wz.36 und zwei 7,62mm Maschinengewehre wz.37 in Heckstand und Bodenwanne.
Bombenlast maximal: 600 kg

Kommentare

Anzeige
FliegerWeb on Facebook:
empfohlen
 
 

Back to Top