Autor: ek

PZL P-24

PZL P-24
Der Standardjäger der polnischen Luftstreitkräfte bis zum Beginn des 2.Weltkriegs war die PZL P-11 in verschiedenen Ausführungen. Diese Maschine entsprach den Vorstellungen verschiedener anderer europäischer Luftstreitkräfte, so dass man sich bei PZL entschloss, eine spezielle Exportvariante zu entwickeln, die sich stark an die PZL P-11 anlehnte. Unter Leitung von Zygmunt Pulawski begann 1932 die Konstruktion der als P-24 bezeichneten Maschine. Der Erstflug des Prototyps P24/I fand im Februar 1933 statt. Als Motor wurde der französische Gnome Rhone 14 Kfs mit 760 PS Startleistung verwendet. Die sehr starke Bewaffnung bestand aus vier 7,9 mm Maschinengewehren WZ 32 und zwei 20mm Maschinenkanonen Oerlikon FF. Es folgten die Prototypen II bis IV, wobei der letztere bereits eine geschlossene Kabine und den auf 900 PS Startleistung verbesserten Motor 14 Kfs erhielt und das Ausgangsmuster für die Nullserie von 6 Maschinen darstellte. Die erste Serienausführung P-24A mit reduzierter Bewaffnung, dafür mit Bombenaufhängung für vier 10 kg Bomben wurde nach Griechenland und der Türkei geliefert, wobei 40 Maschinen in Kayseri für die Türkei in Lizenz gebaut wurden. Die P-24B war die für Bulgarien bestimmte Version mit der starken Bewaffnung der P24/IV. und den Bombenaufhängungen für vier 12,5 kg Bomben. Davon wurden 14 Stück gebaut. Bei der P-24C entfielen die Oerlikon FF Maschinenkanonen, dafür wurde die Bobenlast auf zwei 50 kg Bomben erhöht. Je fünf Maschinen für Griechenland und die Türkei gebaut. Die P-24E wurde ab 1938 in Rumänien bei I.A.R. mit dem rumänischen Lizenzmotor I.A.R. 14K-IIC32, später 14K/MC 36 in Lizenz für die rumänische Luftwaffe gebaut. Die Produktion belief sich auf 44 Maschinen. Von der P-24F mit vier 20mm Maschinenkanonen Oerlikon FF, bei Wegfall der Maschinengewehre, erhielten Griechenland 1938 25 Exemplare. Von den 26 Maschinen für Bulgarien wurden bis Ende Juli1939 22 Stück ausgeliefert, vier Stück fielen dem deutschen Angriff zum Opfer. Die P-24G entsprach der P-24F, allerdings statt der Oerlikon FF waren vier 7,92mm Maschinengewehre Colt-Browning eingebaut. 30 Stück wurden für die Türkei und 6 Stück für Griechenland gefertigt. Die P-24H war für den Export nach Estland, Finnland, Jugoslawien und Ungarn vorgesehen und mit dem 1.050 PS starken Gnome Rhone 14 ON 20/21 mit 460km/h die schnellste P-24. Im Kampf bewährten sich die griechischen P-24 beim Einmarsch Italiens, die Maschine war den Fiat CR-32 und CR-42 im Luftkampf ebenbürtig. Mehrere SM-79 Bomber wurden abgeschossen. Gegen die Bf-109 der deutschen Luftwaffe war die P-24, trotz der Tapferkeit der griechischen Piloten, deutlich unterlegen und nahezu chancenlos. Die bulgarischen und rumänischen Maschinen wurden in den Ausbildungsstaffeln geflogen. In der Türkei war die PZL P-24 bis Ende 1948 im regulären Einsatz. Insgesamt wurden 224 PZL P-24 gebaut.
PZL P-24
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: PZL-24 F
Verwendung: Jagdflugzeug, Jagdbomber
Besatzung: 1 Mann
Triebwerk: 1 x luftgekühlter Vierzehn Zylinder Sternmotor Gnome Rhone 14 N4
Startleistung: 970 PS (713 kW)
Dauerleistung in 4.000 m: 900 PS (662 kW)
Propeller: verstellbarer Dreiblatt- Holzpropeller
Propellerdurchmesser: 2, 45 m
Propellerfläche: 4,72 m²
Spannweite: 10,68 m
Länge: 7,60 m
Höhe: 3,21 m
Flügelfläche: 16,85 m²
Spurweite: 2,60 m
V-Stellung: +2°
Leermasse: 1.332 kg
Startmasse normal: 1.915 kg
Startmasse maximal: 2.105 kg
Kraftstoff: 480 Liter
Flächenbelastung: 124,9 kg/m²
Leistungsbelastung: 2,2 kg/PS (2,85 kg/kW)
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe: 406 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 4.500 m: 430 km/h
Reisegeschwindigkeit in 4.000 m: 350 km/h
Landegeschwindigkeit: 110 km/h
Gipfelhöhe: 10.500 m
Steigleistung: 11,5 m/s
Steigzeit auf 1.000 m: 1,5 min
Steigzeit auf 5.000 m: 7,5 min
Reichweite normal: 800 km
Reichweite maximal: 910 km
maximale Flugdauer: 2,5 h
Bewaffnung: vier 20 mm Maschinenkanonen Oerlikon FF mit je 80 Schuss Munition
Bombenlast: zwei 12,5 kg Bomben

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