Autor: ek

Miles M.14 Magister

Miles M.14 Magister
Die Air Ministery Ausschreibung T.40/36P forderte ein modernes Tiefdecker ?Anfängerschulflugzeug für die Ausbildung von zukünftigen Jagdfliegern. Da als neue moderne Jagdflugzeuge die ?Hurricane? und die ?Spitfire? vor der Einführung standen, sollte der Anfängertrainer ebenfalls ein moderner Eindecker sein. Miles ging von seinen Sportflugzeugen ?Hawk Major? und ?Hawk Trainer? aus und schuf das erste Eindecker- Anfängerschulflugzeug für die Royal Air Force und die Fleet Air Arm. Die Maschine wurde als offener Zweisitzer in Holzbauweise (Holme aus Fichtenholz und die Beplankung aus Sperrholz) mit festem Heckradfahrwerk ausgelegt, wobei Schüler und Lehrer hintereinander saßen. Charakteristisch war der Knickflügel, wobei das Tragflügelmittelstück rechtwinklig zur Hochachse stand. Spaltklappen waren für bessere lande- und Langsamflugeigenschaften vorgesehen. Der Prototyp flog im März 1937. Es wurde eine Nullserie von 6 Maschinen gebaut, die ausgiebig getestet wurden. Die Ergebnisse dieser Erprobung flossen direkt in die Serienversion Miles M.14A Magister I und führten zu kleinen Veränderungen, wie einer Vergrösserung der Ruder und einer Absenkung des Rumpfstraks im Heckbereich. Der Prototyp flog im März 1937. Es wurde eine Nullserie von 6 Maschinen gebaut, die ausgiebig getestet wurden. Die Ergebnisse dieser Erprobung flossen direkt in die Serienversion Miles M.14A Magister I und führten zu kleinen Veränderungen, wie einer Vergrösserung der Ruder und einer Absenkung des Rumpfstraks im Heckbereich. Von Oktober 1937 bis September 1939 waren bereits über 700 Magister an die RAF Elementary Flying Trainings Schools abgeliefert. Viele zivile Miles ?Hawk Majors? wurden für militärische Zwecke requiriert und nach leichten Umbauten ebenfalls den Schulen zugeführt. Bis Ende des Serienbaus im Juni 1941 wurden insgesamt 1.203 Maschinen von Miles gebaut. Die Lizenzfertigung in der Türkei umfasste 100 Maschinen. Einsatzländer waren Ägypten mit 42 Maschinen, Irland mit 15 Maschinen, Neuseeland mit 38 Maschinen, Südafrika mit 24 Maschinen, die Türkei mit 124 Maschinen und Thailand mit 36 Maschinen. Bei der Royal Air Force waren die 24., 81., 173. und die 267.Squadron mit der M.14 ausgerüstet. Nach Kriegsende wurden viele Magister zivil genutzt oder auf ?Hawk Trainer III? Niveau umgerüstet. Im britischen Luftfahrtregister war 2007 noch eine Miles M.14A Magister registriert.
Miles M.14 Magister
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: Miles M.14 Magister
Verwendung: Anfängerschulflugzeug
Besatzung: 2 Mann
Triebwerk: 1 x luftgekühlter hängender Vierzylinder Reihenmotor de Havilland Gipsy Major I
Startleistung: 130 PS (95,5 kW)
Dauerleistung in 2.000 m: 122 PS (90 kW)
Kraftstoffverbrauch: 28 Liter/h
Ölverbrauch: 2,25 Liter/h
Propeller: starrer Zweiblatt- Holzpropeller
Propellerdurchmesser: 1, 83 m
Propellerfläche: 2,63 m²
Spannweite: 10,31 m
Länge: 7,51 m
Höhe: 2,77 m
Flügelfläche: 16,3 m²
Spurweite: 2,96 m
V-Stellung: +3,5°
Leermasse: 570 kg
Startmasse normal: 845 kg
Startmasse maximal: 915 kg
Kraftstoff: 112 Liter
Öl: 15 Liter
Flächenbelastung: 56,1 kg/m²
Leistungsbelastung: 7,0 kg/PS (9,6 kg/kW)
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe: 200 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 1.000 m: 212 km/h
Reisegeschwindigkeit in 3.000 m: 180 km/h
Landegeschwindigkeit: 95 km/h
Gipfelhöhe: 5.500 m
Steigleistung: 4,3 m/s
Steigzeit auf 1.000 m: 4 min
Steigzeit auf 3.000 m: 13 min
Reichweite normal: 610 km
Reichweite einsitzig: 740 km
Maximale Flugdauer: 3,5 h (einsitzig 4,0 h)

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