Autor: ek

Messerschmitt Me 262 Schwalbe

Messerschmitt Me 262
Mit der Messerschmitt Me 262 setzte die Luftwaffe des Deutschen Reiches ab Juni 1944 das erste Düsenjagdflugzeug in der Geschichte ein. Bei dem zweimotorigen Düsenjäger handelte es sich um eine bahnbrechende Konstruktion, bei der Messerschmitt viel Neuland betreten musste. Die Me 262 war gut 100 km/h schneller als ihre Konkurrenten über dem Luftraum Deutschlands. Als Vortrieb dienten zwei Junkers Jumo Strahltriebwerke, die der Maschine zu einer Geschwindigkeit von 870 km/h verhalfen. Am 18. Juli absolvierte der Tiefdecker mit seinem wegweisenden Antrieb den Jungfernflug. Durch den Einbau der Triebwerke unter dem Flügel konnte das Entwicklerteam ohne Einschränkungen einen sauberen Rumpf konstruieren. Die Cockpithaube liess einen fast uneingeschränkten Rundblick zu und erleichterte die Luftraumbeobachtung ungemein. Als Bewaffnung erhielt die Me 262 vier 30 mm MK 108 Kanonen, die im Bugbereich des Rumpfs eingebaut wurden. Grössere Stückzahlen kamen erst zur Auslieferung, als der Krieg bereits unwiederbringlich verloren war, so hatte der erste Düsenjäger keinen Einfluss mehr auf den Kriegsverlauf.
Messerschmitt Me 262
Archiv: Robert Kühni
Technische Daten Messerschmitt Me 262 A
Hersteller: Messerschmitt, Deutschland
Verwendung: Düsen-Jagdflugzeug
Antrieb: Zwei Junkers Jumo 004
Leistung: Je 900 kp, 8,8 kN
Besatzung: 1 Pilot
Erstflug: Me 262 V1 mit Kolbenmotoren am 18. April 1941
Erstflug: Me 262 V3 mit Düsenantrieb am 18. Juli 1942
Länge: 10,6 m
Spannweite: 12,51 m
Höhe: 3,83 m
Flügelfläche: 21,7 m²
Leergewicht: 4420 kg
Normales Startgewicht: 6400 kg
Maximales Startgewicht: 6775 kg
Maximale Geschwindigkeit auf 6000 m: 870 km/h
Anfangssteiggeschwindigkeit: 20 m/s
Dienstgipfelhöhe: 11.000 m
Reichweite mit internem Kraftstoff: 1050 km
Bewaffnung: Vier 30 mm Maschinenkanonen im Bug

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