Autor: ek

HAL HJT-16 Kiran

HAL HJT-16 Kiran
Anfang der 60iger Jahre erhielt Hindustan Aeronautics Ltd. In Bangalore von der indischen Luftwaffe den Auftrag, einen zweisitzigen, kunstflugtauglichen Strahltrainer für die Anfänger- und Fortgeschrittenenausbildung zu entwickeln. Die neue Maschine sollte die bisher eingesetzten de Havilland Vampire Trainer ersetzen. HAL entwickelte die Kiran (Lichtstrahl) als Ganzmetalltiefdecker mit einziehbarem Bugradfahrwerk, als Antrieb diente eine Strahlturbine Armstrong Siddeley, später Rolls Royce Viper Mk.11. Fluglehrer und Flugschüler saßen in der druckbelüfteten Kabine nebeneinander. Als Rettungssystem wurden Martin-Baker-Schleudersitze eingebaut. Die Sitzanordnung wurde von den Vampire Trainern übernommen. Der Erstflug fand am 04.September 1964 statt und die anschließende Flugerprobung ergab keine größeren Probleme, so dass die erste Baureihe Kiran Mk.I ab Mai 1966 an die Indian Air Force übergeben wurde. Die zweite Baureihe, die Kiran Mk.IA, unterschied sich im wesentlichen Bekannt wurden die HJT-16 durch ihre Verwendung durch die Anbringung von Unterflügelpylonen für verschiedene Waffensysteme, so dass auch ein Waffentraining möglich wurde. Die ersten Maschinen Kiran Mk.IA wurden im März 1968 ausgeliefert. Bekannt wurden die HJT-16 durch ihre Verwendung bei der Kunstflugstaffel der Indian Air Force Surya Kiran, später erhielt auch die Kunstflugstaffel der Indian Naval Air Force Sagar Pawans HJT-16. Die dritte Baureihe, Kiran Mk.II, war für den Einsatz als leichter Erdkämpfer vorgesehen und erhielt eine Strahlturbine Bristol Siddeley , später Rolls Royce, Orpheus. Die vier Unterflügelpylonen wurden beibehalten, zusätzlich wurden zwei 7,62 mm Maschinengewehre Browning 0.3 mit je 1.000 Schuss im Rumpfbug installiert. Insgesamt wurden zwischen 1968 und 1986 insgesamt 190 HJT-16 für die Indian Air Force und die Indian Naval Air Force gebaut, von denen noch etwa 50 Maschinen im Einsatz sind.
HAL HJT-16 Kiran
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: Kiran MK. IA
Verwendung: Schulflugzeug, leichter Erdkämpfer
Baujahr: 1970
Besatzung: 2 Mann
Triebwerk: ein TL-Triebwerk Rolls Royce Viper mit 7stufigen Axialverdichter
Startleistung: 1.130 kp (11,08 kN)
Dauerleistung: 1.000 kp (9,81 kN) in 6.000 m
Spannweite: 10,70 m
Länge: 10,60 m
größte Höhe: 3,64 m
Spurweite: 2,36 m
Flügelfläche: 19,00 m²
V-Form: +2,5°
Leermasse: 2.555 kg
Startmasse normal: 3.610 kg
Startmasse maximal: 4.234 kg
Tankinhalt: 1.200 Liter im Rumpf sowie 2x 226 Liter in Zusatztanks an Unterflügelpylonen möglich
Flächenbelastung: 222,8 kg/m²
Leistungsbelastung: 3,74 kg/kp
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe: 660 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 6.000 m: 695 km/h
Marschgeschwindigkeit in 6.000 m: 325 km/h
Landegeschwindigkeit: 155 km/h
Gipfelhöhe: 9.150 m
Steigleistung: 24,0 m/s
Steigzeit auf 1.000 m: 0,7 min
Steigzeit auf 3.000 m: 2,5 min
Steigzeit auf 6.000 m: 6,5 min
Reichweite normal: 960 km
Reichweite maximal: 1.300 km (mit Zusatztanks)
Flugdauer: 3 h
Bewaffnung: je ein 7,62 mm Maschinengewehr Browning 0.3 in einem Waffencontainer mit 1.200 Schuss für die Unterflügelpylonen oder je ein Waffencontainer mit ungelenkten 7,26 mm Raketen SNEB
Bombenlast maximal: zwei 227 kg (500 lb) Bomben an Unterflügelpylonen

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