Autor: ek

Höhenaufklärer DFS 228

Höhenaufklärer DFS 228
Unter strengster Geheimhaltung wurde in den ?Skunk Works? Werkstätten von Lockheed der Höhenaufklärer Lockheed U-2 entwickelt. Als Vorbild dienten bestimmt erbeutete Konstruktionspläne des deutschen Forschungsprojektes für einen Höhenaufklärer mit Raketenantrieb, der von der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflugzeuge ab 1941 entwickelt wurde. Das Segelflugzeug wurde mit einem Walter HWK 109-509 A1 ausgerüstet und sollte im Huckepackverfahren mit einer Do 217 K-3 auf eine Höhe von 10'000 Meter gebracht werden, um dann selbständig auf seine Einsatzhöhe von 22'000 Meter zu steigen. Auf dieser Höhe konnte das Raketentriebwerk schubweise mit 100 kp starken Stössen betätigt werden, um den Raketensegler während 45 Minuten auf der Einsatzhöhe zu halten. Die Rückkehr aus dem Einsatzgebiet musste im Gleitflug gemeistert werden. Erst in einer Höhe von 12'000 Meter musste mit feindlicher Jagdabwehr gerechnet werden. Während diesem Gleitflug konnte die DFS 228 eine Flugstrecke von 750 Kilometer zurücklegen. Zwölf Maschinen dieses Typs sind gebaut worden. Die Tests fanden in Rechlin statt und zeigten, dass die Maschine in sehr grossen Höhen um alle Achsen träge war, aber sonst erfüllte die Konstruktion die Anforderungen. Es war jedoch zu spät, um die Maschine zur vollständigen Einsatzreife zu entwickeln.
Höhenaufklärer DFS 228
Archiv: Robert Kühni
Höhenaufklärer DFS 228
Hersteller: Deutschland
Einsitziger Höhenaufklärer mit Raketenantrieb
Antrieb: Walter HWK 109-509 A-1
Standschub: 1600 kp, drosselbar auf 100 kp
Spannweite: 17.28 Meter
Länge: 10.45 Meter
Leergewicht: 1710 kg
Fluggewicht: 4180 kg
Höchstgeschwindigkeit: 900 km/h
Reichweite: 1050 km
Gipfelhöhe: 24\'400 Meter

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