Autor: ek

Gloster F.5 34

Gloster F.5/34
 
Im Jahre 1934 erließ das Air Ministry die Ausschreibung F.5/34, die einen einsitzigen Jäger mit geschlossenem Cockpit, Sauerstoffgerät für den Piloten, Einziehfahrwerk und eine grundsätzliche Ausführung als Eindecker forderte. Als Leistungsparameter forderte man eine Höchstgeschwindigkeit von 440 km/h in 4.570 m und 425 km/h in 6.100 m, 10.000 m Dienstgipfelhöhe und eine Flugdauer von 90 Minuten. Als Bewaffnung waren sechs oder acht 7,62 mm Browning 0.3 Maschinengewehre mit je 300 Schuß zu verwenden. Auf diese Spezifikation hin entstanden die Typen Bristol 146, Hawker Hurricane, Martin-Baker MB.2, Vickers 279 Venon und Gloster F.5/34. Die F.5/34 wurde von H. P. Folland entwickelt und war ein Ganzmetall-Tiefdecker mit einziehbarem Heckradfahrwerk, wobei die Haupträder im eingefahrenen Zustand aus der Kontur herausragten und so bei Notlandungen die Flügelunterseiten vor Beschädigungen schützten. Die F.5/34 war übrigens der erste Eindecker von Gloster. Der Rumpf war eine Schalenkonstruktion aus Spanten mit Duralbeplankung. Die Flügel waren einteilig ausgeführt, die Spaltklappen aus Dural wurden hydraulisch bewegt. Lediglich die Ruder waren stoffbespannt. Die Bewaffnung von je vier Maschinengewehren war in den Flügeln außerhalb des Propellerkreises untergebracht. Das Air Ministry bestellte zwei Prototypen mit deren Entwicklung man Anfang 1935 begann. Wegen der beschränkten Kapazitäten der Firma, die voll mit den Typen Gauntlet und Gladiator ausgelastet war, verzögerten sich die Konstruktion und der Bau der Prototypen, so dass der Erstflug des ersten Prototypen K 5604 erst am 14. Dezember 1937 stattfand. Der zweite Prototyp K 8089 folgte am 22.März 1938. Die Maschinen wurden auf der Hendon Air Show 1938 vorgestellt. Da zu dieser Zeit die Hurricane schon im Einsatz stand und die Spitfire ihre ersten Versuchsflüge absolvierte, erfolgte kein Serienbau der F.5/34. Die beiden Prototypen wurden gründlich erprobt und zeigten gute Flugeigenschaften. Ab Mai 1941 dienten sie nach Abschluss der Tests als Bodentrainingszellen. Ein immer wieder auftauchendes Gerücht besagt, dass die F.5/34 die Japaner zur Entwicklung der Mitsubishi A6M Zero inspiriert hätte.
 
Gloster F.5/34
Archiv: Eberhard Kranz
 
 
Technische Daten: Gloster F.5/34
 
Verwendung: Tagjagdflugzeug
Baujahr: 1938
Besatzung: 1 Mann
Triebwerk: ein luftgekühlter 9 Zylinder Sternmotor Bristol Mercury IX mit Lader und verstellbarem Dreiblatt-Metall-Propeller
Startleistung: 840 PS (620 kW)
Dauerleistung: 724 PS (533 kW) in 4.000 m
 
Spannweite: 11,52 m
Länge: 9,73 m
größte Höhe: 3,09 m
Propellerfläche: 7,84 m²
Spurweite: 3,24 m
Flügelfläche: 21,30 m²
V-Form: +2°
Leermasse: 1.905 kg
Startmasse normal: 2.450 kg
Startmasse maximal: 2.560 kg
Tankinhalt: 490 Liter
Flächenbelastung: 120,19 kg/m²
Leistungsbelastung: 3,01 kg/PS (4,09 kg/kW)
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe: 456 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 4.875 m: 508 km/h
Marschgeschwindigkeit in 4.000 m: 440 km/h
Landegeschwindigkeit: 110 km/h
Gipfelhöhe: 9.900 m
Steigleistung: 10,1 m/s
Steigzeit auf 1.000 m: 1,6 min
Steigzeit auf 3.000 m: 5,4 min
Steigzeit auf 6.100 m: 11 min
Startstrecke: 250 m
Landestrecke: 260 m
Reichweite normal: 670 km
Reichweite maximal: 760 km
Flugdauer: 1,75 h
 
Bewaffnung: acht 7,62 mm Maschinengewehre Browning 0.3 mit je 300 Schuss
Bombenlast maximal: 100 kg

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