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Douglas TBD-1 Devastator

Douglas TBD-1 Devastator
1934 schrieb die amerikanische Marine einen Wettbewerb über ein einmotoriges, dreisitziges, trägergestütztes Torpedo- und Bombenflugzeug für die neuen Flugzeugträger der ?Yorktown?-Klasse aus. Die Maschine sollte in Ganzmetallbauweise mit Normalleitwerk und einziehbarem Fahrwerk ausgeführt sein. Als Antrieb war neue Pratt&Whitney ?Twin Wasp? zu verwenden. Der Douglas Entwurf wurde vom US Navy?s Bureau of Aeronautics akzeptiert und ein Prototyp bestellt. Die XTBD-1 hatte am 15.April 1935 ihren Erstflug und stellte das erste Eindecker-Ganzmetall -Torpedoflugzeug der U.S. Navy dar. Absolut neu waren die hydraulisch nach oben klappbaren Tragflügel mit Spreizklappen als Landehilfen, die halbeinfahrbaren Haupträder, die etwa 25 cm aus der Trägflächenkontur hervorragten, um bei Fahrwerkproblemen immer noch mit geringen Folgeschäden landen zu können. Der Fanghaken befand sich direkt vor dem Heckrad. Im Rumpfboden war eine Mulde, in der sich der hintere Teil des 640 kg Abwurftorpedos Bliss-Leavitt Mark XIII befand. Diese Torpedos (Durchmesser 533 mm und 4,57 m lang) stellten sich dann als Hauptproblem beim Kampfeinsatz der TBD-1 heraus. Einmal beschränkte er die Höchstgeschwindigkeit des Flugzeuges auf 320 km/h, zum anderen durfte beim Abwurf die Fluggeschwindigkeit nicht über 160 km/h liegen, Fluggeschwindigkeit nicht über 160 km/h liegen, was die Maschinen in dem sowieso kritischen Moment total verletzlich machte. Auch waren die Torpedos technisch unzuverlässig, viele explodierten bereits beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche, andere detonierten überhaupt nicht. Die offizielle Indienststellung fand am 3.August 1937 mit der Ausrüstung der Torpedostaffel VT-3 der USS Saratoga statt. Bis zum Kriegseintritt der USA galten die TBD-1 mangels Vergleich als die modernsten Torpedobomber der Welt. Schnell stellten sich dann die gravierenden Mängel heraus: neben ungenügender Geschwindigkeit, mangelnde Manövrierfähigkeit, geringe Reichweite und eine extreme Beschussempfindlichkeit. Trotzdem trugen die TBD-1 Staffeln die Hauptlast der ersten See-Luftgefechte mit der japanischen Flotte. So wurden in der Schlacht bei Midway (4.-7.Juni 1942) von 41 eingesetzten TBD-1 35 abgeschossen, was einer Verlustquote von knapp 90% entspricht. Danach wurden die noch vorhandenen Exemplare aus den Kampfverbänden gezogen und durch Grumman ?Avenger? ersetzt. Insgesamt wurden 130 TBD-1 von 1937-1939 gebaut, von denen etwa 100 bei Kriegsbeginn noch im Einsatz waren, der Rest war bereits bei der Ausbildung und Umschulung zu Bruch gegangen.
Douglas TBD-1 Devastator
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: Douglas TBD-1 Devastator
Verwendung: trägergestütztes Mehrzweck-Jagdflugzeug
Baujahr: 1939
Triebwerk: ein luftgekühlter 14 Zylinder Doppelsternmotor Pratt&Whitney R-1830-64
Twin Wasp mit verstellbarem Dreiblatt-Metallpropeller Hamilton
Startleistung: 910 PS (670 kW)
Dauerleistung: 840 PS (619 kW) in 4.000 m
Besatzung: 3 Mann
Erstflug: 15.April 1935
Spannweite: 15,25 m
Spannweite geklappt: 5,70 m
Länge: 10,66 m
Höhe: 4,37 m (geklappt 5,70 m)
Propellerdurchmesser: 3,26 m
Propellerfläche: 8,35 m²
Spurweite: 3,52 m
Flügelfläche: 39,3 m²
V-Form: +5°
Leermasse: 2.790 kg
Startmasse normal: 4.480 kg
Startmasse maximal: 4.650 kg
Tankinhalt: 820 Liter
Flächenbelastung: 118,32 kg/m²
Leistungsbelastung: 5,11 kg/PS (6,94 kg/kW)
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe: 305 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 2.400 m: 335 km/h
Marschgeschwindigkeit in 2.400 m: 250 km/h
Landegeschwindigkeit: 120 km/h
Gipfelhöhe: 5.900 m
Steigleistung: 3,7 m/s
Steigzeit auf 1.000 m: 4,7 min
Steigzeit auf 3.000 m: 15,5 min
Reichweite mit Torpedo: 680 km
Reichweite mit 455 kg Bomben: 1.200 km
Aktionsradius: 270 - 480 km
Flugdauer: 3,5 h
Bewaffnung: ein 7,62 mm Maschinengewehre Browning 0.3 mit 500 Schuss in der rechten Rumpfseite und ein bewegliches 7,62 mm Maschinengewehr Browning 0.3 mit 750 Schuss für den Bordschützen
Bombenlast: 650 kg Bomben oder ein Torpedo Mark XIII

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