Autor: ek

Dornier Do 26

Dornier Do 26
Die Do 26 war das letzte Flugboot, das bei Dornier konstruiert und gebaut wurde. 1937 erhielt man den Auftrag, ein Nachfolgemodell für die veraltende Do 18 zu entwickeln. Das Flugboot sollte als Fernaufklärer und Transporter eingesetzt werden, während seine zivile Ausführung als Transatlantik-Postflugzeug verwendet werden sollte. Um eine größtmögliche Reichweite zu erreichen, wurde die Maschine aerodynamisch sehr sorgfältig durchgearbeitet, erstmals fielen die typischen Dornier Flossenstummel weg, die als Schwimmer gedient hatten. Stattdessen wurden einziehbare Stützschwimmer verwendet. Die Flügel waren als Knickflügel ausgelegt. Als Antrieb sah man vier sparsame Jumo 206 Dieselmotoren vor, die als Tandem- Motoren angeordnet waren, wobei die beiden hinteren Motoren zum Schutz vor Spritzwasser während des Starts um 10° nach oben geschwenkt werden konnten. Der Erstflug fand am 21.Mai 1938 statt. Die ersten beiden Maschinen wurden an die Lufthansa als Do 26A übergeben. Diese setzte die Maschinen mit den Namen ?Seeadler? und ?Seefalke? als transatlantische Briefträger ein, wobei bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges mehr als 40 Ozeanüberquerungen stattfanden. Allerdings hatte die Maschine für ein viermotoriges Flugzeug mit einer Transportkapazität von gerade 500kg Post eine sehr knapp bemessene Nutzlast. Die dritte geringfügig geänderte Maschine sollte als Do 26B ?Seemöve? ebenfalls an die Lufthansa gehen, wurde aber als militärisches Langstreckenaufklärungsflugboot umgebaut und als Do 26C bezeichnet. Die beiden Do26A der Lufthansa wurden nach Kriegbeginn im Herbst 1939 auf den gleichen Stand gebracht. Die für die Luftwaffe gebauten drei Maschinen wurden als Do 26D bei der Sonderstaffel ?Transozean? verwendet und während des Norwegenfeldzuges eingesetzt, wobei bereits zwei Maschinen verloren gingen. Die Maschinen bewährten sich nicht, sie waren langsam, störfällig und beschussempfindlich, außerdem konnten sie nur 10-12 voll ausgerüstete Soldaten transportieren.
Dornier Do 26
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: Dornier Do 26D
Verwendung: katapultfähiges Langstreckenaufklärungsflugboot, Transportflugboot
Baujahr: 1939
Besatzung: 6 Mann
Bewaffnung: 1x 20mm Maschinenkanone MG 151 im Bugstand, 3 7,9mm Maschinengewehre MG17 in den Schwalbennestern und in einer wasserdichten Bodenlafette hinter der zweiten Bodenstufe.
Triebwerk: 4x Jumo 205 D Sechszylinder-Gegenkolben- Dieselmotoren
Startleistung: 700 PS (515 kW)
Dauerleistung: 600 PS (441kW) in 2.000m
Erhöhte Kurzleistung für eine Minute: 880PS (647kW)
Spannweite: 30,00m
Länge: 24,60m
größte Höhe: 6,85m
Flügelfläche: 120,1m²
Luftschraubenfläche vorn 2x9,08m² hinten: 2x8,55m²
V-Form: 3,5°
Flügelstreckung: 7,5
Mittlere Flügeltiefe: 4,00m
Bruchlastvielfaches: 3,95
Leermasse: 10.710kg
Startmasse: 20.050kg
Kraftstoff: 7.300 Liter
Schmierstoff: 600 Liter
Flächenbelastung: 167,00kg/m²

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