Autor: ek

Dornier Do 22

Dornier Do 22
1934 wurde im Schweizer Dornierwerk (AG für Dornierflugzeuge) in Altenrhein ein einmotoriges seegestütztes militärisches Mehrzweckflugzeug entwickelt, das als Zweischwimmerflugzeug ausgelegt war und die Bezeichnung Do C 3 erhielt. Die Maschine war ein abgestrebter Hochdecker in Gemischtbauweise. Die stoffbespannten Tragflügel waren zweiholmig ausgeführt und wurden an den festen Baldachin über dem Rumpf angelenkt und zum Rumpf hin mit zwei Streben abgestützt. Rippen und Holme waren aus Metall. Der Rumpf bestand aus geschweißten Stahlrohren mit Formspanten aus Dural und war im vorderen Bereich mit Duralblech verkleidet, während das Leitwerk und das Rumpfende stoffbespannt waren. Das Höhenleitwerk war zum Rumpf abgestrebt, während das Seitenleitwerk als Kielflosse nach unten durchgezogen wurde. Oberhalb der Höhenflosse war noch ein Hilfsflügel als Ausgleich für das Höhenruder angeordnet. Die drei Besatzungsmitglieder saßen in der offenen Kabine hintereinander. Als Antrieb war ein französischer Hispano Suiza Reihenmotor eingebaut. Die mehrfach abgeschotteten Metallschwimmer wurden durch Stahlrohrstrebengerüst mit dem Rumpf verbunden. Der Erstflug fand am 15.Juli 1938 statt. Gleichzeitig hatte man begonnen eine Landversion abzuleiten, die ein festes, abgestrebtes, aerodynamisch verkleidetes Heckradfahrwerk erhielt. Diese Maschine sollte als Bomber und Aufklärer eingesetzt werden. Der Erstflug der Landversion fand am 10. März 1939 statt. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Maschinen als Do 22 See und Do 22 Land bezeichnet. Es wurden insgesamt 29 Do 22 gebaut, davon gingen je 12 nach Jugoslawien und Griechenland, vier erhielt Finnland, eine Maschine blieb als Werksflugzeug bei Dornier in Friedrichshafen mit der zivilen Kennung D-OXWD.
Dornier Do 22
Archiv: Eberhard Kranz
Technische Daten: Dornier Do 22
Land: Deutschland, Schweiz
Verwendung: Bomben- und Aufklärungsflugzeug
Baujahr: 1939
Bombenlast: 500 kg ( zwei 250 kg Bomben)
Triebwerk: ein flüssigkeitsgekühlter stehender 12 Zylinder Reihenmotor Hispano Suiza 12 Y21 mit Dreiblatt-Metall-Verstellpropeller
Startleistung: 880 PS (648 kW)
Dauerleistung: 810 PS (596 kW) in 3.000 m
Besatzung: 3 Mann
Erstflug: 15. Juli 1938
Spannweite: 16,20 m
Länge: 12,85 m
größte Höhe: 4,42 m
Schwimmerlänge bei Do 22 See: 9,55 m
Propellerdurchmesser: 3,45 m
Flügelfläche: 45,00 m²
Propellerfläche: 9,07 m²
V-Form: +1°
Pfeilform:
mittlere Flächentiefe: 2,78 m
Flügelstreckung: 5,84
Leermasse: 2.600 kg
Startmasse normal: 4.020 kg
Kraftstoff: 860 Liter
Schmierstoff: 55 Liter
Flächenbelastung: 93,7 kg/m²
Leistungsbelastung: 4,80 kg/PS (6,52 kg/kW)
Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe: 343 km/h
Höchstgeschwindigkeit in 3.000 m: 360 km/h
Marschgeschwindigkeit in 3.000m: 310 km/h
Landegeschwindigkeit: 85 km/h
Gipfelhöhe: 8.600 m
Steigleistung: 6,0 m/s
Steigzeit auf 1.000 m: 2,8 min
Steigzeit auf 2.000m: 6,2 min
Steigzeit auf 4.000 m: 18,0 min
Reichweite normal: 1.080 km
Reichweite maximal: 1500 km
Flugdauer maximal: 5,0 min
Startstrecke: 250 m
Startstrecke bis 15 m: 460 m
Landestrecke: 160 m
Bewaffnung: zwei schwenkbare 7,9 mm Maschinengewehr MG 15 im hinteren Teil der Kabine mit je 600 Schuss und ein 7,9 mm Maschinengewehr MG 17 im Rumpfbug mit 525 Schuss

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